Der Lebensraum Wald entspricht nicht immer unserem Sinn für Ordnung.
Gemeindetag Baden-Württemberg
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Gemeindetag Baden-Württemberg
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DE
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Stuttgart
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ZLB: 4-Zs 1723
BBR: Z 333
BBR: Z 333
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Abstract
Genau wie das Offenland dient auch der Wald in Baden-Württemberg zu großen Teilen als Wirtschaftsraum. Sauberkeit und Ordnung waren hier jahrzehntelang weit verbreitet und abgestorbene Äste, Stämme oder Bäume mit unnutzbaren Verwachsungen wurden schnell entfernt. Heute leiden viele Waldarten unter den Auswirkungen dieser Maßnahmen, denn er hat nicht nur Lebensräume für Käfer und Vögel zerstört, sondern auch in die natürlichen Prozesse des Ökosystems eingegriffen. Totes Holz ist ein natürlicher und wichtiger Bestandteil des Ökosystems Wald und im Lebenszyklus vieler Waldarten fest verankert. Um die Alters- und Zerfallsphasen des Staatswaldes wieder zu fördern, trat in Baden-Württemberg im Jahr 2010 das Alt- und Totholz-Konzept in Kraft, das in dem Beitrag vorstellt wird. Das Konzept wurde von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Zusammenarbeit mit der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) entwickelt und stellt einen der vier Bausteine des landesweiten Aktionsplans "Biologische Vielfalt" dar. Ziel des Konzepts ist es, Alt- und Totholz im Wirtschaftswald langfristig zu erhalten und systematisch in die Waldbewirtschaftung zu integrieren. Seit 2010 ist es im Staatswald Baden-Württembergs verpflichtend umzusetzen. Um zu erreichen, dass auch Kommunalwald- und Privatwaldbesitzer die Vorgaben des Konzepts nutzen und sich für den Artenschutz im Wald engagieren, können freiwillige Maßnahmen zum Schutz von Alt- und Totholz in ein Ökokonto eingebucht werden und so Eingriffe in Natur und Landschaft kompensieren, die an anderer Stelle erfolgen. In diesem Zusammenhang werden freiwillige Maßnahmen der Stadt Karlsruhe sowie des Biosphärengebiets Schwäbisch Alb vorgestellt.
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Journal
Die Gemeinde
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Nr. 9
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S. 340-343