Industrialisierung des Flussraums. Vergleichende Betrachtungen zu Görlitz (Zgorzelec), Teschen (Český Těšín/ Cieszyn) und Komárom (Komárno).
Forum-Stadt-Verl.
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Forum-Stadt-Verl.
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DE
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Stuttgart
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2192-8924
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2601647-3
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ZLB: Kws 108 ZA 3397
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Abstract
Die Industrialisierung der Städtelandschaften im 19. Jahrhunderts wird - traditionell durch die Einbindung der Eisenbahn beschrieben und interpretiert - auch Eisenbahnzeitalter genannt. Diese Annäherung entspricht den historischen Tatsachen aber nur teilweise und verdeckt dabei die Umformulierung der Flussbereiche in den Städten. Flussregulierung und Eisenbahnbau gingen Hand in Hand. Dabei bedienten die entstehenden Eisenbahndämme oft auch Hochwasserschutzbedürfnisse. Die ersten Bahnhöfe (vor allem in den Jahren 1840-1870) waren noch logistische Umschlagplätze zwischen Schienen und Wasser. Wenn die Bahnhöfe, wie oft genannt, die "Basiliken der Moderne" waren, könnten die Hafenanlagen der Industriezeitalter als "geschlossene Klöster" interpretiert werden? Sie waren wichtige Bestandteile der Produktion und Logistik, aber mehr oder weniger geschlossene Territorien, kontrollierte Orte, die für Stadtbewohner schwer zu betreten waren. Die Arbeit will den Fokus aber nicht allein auf die Hafenanlagen legen. Sie behandelt die Flussbereiche als spezielle Stadtviertel, die sich nach generellen städtebaulichen Mustern entwickelten. Diese Muster sind typisch und tauchen in vielen Städten in ähnlichen Erscheinungsformen auf. Der Beitrag ist ein sozio-historischer Überblick, wie sich Flusslandschaften durch die Industrialisierung ausprägten. Dabei werden Ähnlichkeiten und Parallelitäten erfasst, wobei der Schwerpunkt auf dem Überqueren von Flüssen in den Suburbien liegt. Die hierbei untersuchten drei Städte liegen alle in Mitteleuropa: Görlitz/Zgorzelec, Teschen/Český Těšín/Cieszyn und und Komárom/Komárno. Schon die Doppelnamen zeigen, dass diese Städte im späteren 20. Jahrhundert als geteilte Doppelstädte fungierten.
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Forum Stadt : Vierteljahreszeitschrift für Stadtgeschichte, Stadtsoziologie, Denkmalpflege und Stadtentwicklung
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165-178