"Monsieur, ich hasse Sie". Urbanormativität und Populismus.

Klett-Cotta
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Klett-Cotta

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DE

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Stuttgart

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0026-0096

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3494-0

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ZLB: A 85 ZA 1382

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Abstract

Ist Populismus mit »Urbanormativität« zu erklären? Das Konzept soll im Zusammenhang mit dem materiellen ein kulturelles Moment der Urbanisierung erschließen: Prozesse der Bevölkerungsverdichtung gehen mit einer wachsenden Abhängigkeit der schon bald nicht mehr selbstversorgungsfähigen Städte von ihrem Umland einher. Nachdem die Tragfähigkeit der eigenen Siedlungsfläche über ­schritten ist, sichern urbane Zentren ihre Fortexistenz, indem sie Handelswege so strukturieren, dass ihnen die benötigten Ressourcen zugeführt werden. Bald sind sie in einen globalen Verkehr eingebunden und profitieren davon. Anders ihr Umland, das sich den städtischen Vorgaben aber fügen muss, und hier kommen kulturelle Kräfte zum Zug: Weniger aufwändig als der Aufbau und die Aufrechterhaltung einer glaubhaften Androhung physischer Gewalt ist nämlich die Machtausübung durch Hegemonie. Die Landbewohner werden von der Natürlichkeit und Unvermeidbarkeit, ja von der Wünschbarkeit der Verstädterung überzeugt. Städte produzieren und senden Bilder vom Leben in der Stadt wie vom Landleben, die auch in der Peripherie zirkulieren.

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Merkur : deutsche Zeitschrift für europäisches Denken

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851

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91-97

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