Erster Integrationsbericht für Saarbrücken.

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Saarbrücken

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Über Integration wird oft mit einer Selbstverständlichkeit geredet, als ginge es um die Beschreibung eines klar zu umreißenden Vorgangs, der einen bestimmten Ausgangs- und Endpunkt und genau bestimmbare Zwischenschritte hat. Dabei ist Integration alles andere als ein "greifbarer" Prozess. Zu viele Faktoren spielen mit hinein: auf der einen Seite die individuellen Einwanderungsmotive, die persönliche Disposition, die erfahrene Sozialisation, das Bildungsgepäck, das jemand mitbringt; und auf der anderen Seite die Angebote zur Integration und die dazu gehörige Infrastruktur, die das Aufnahmeland bzw. die Kommune bereitstellt. Generationen von Menschen, die Wurzeln in einem anderen Land haben, zum Objekt der Betrachtung unter der Perspektive ihrer Herkunft zu machen, wird ihrer Lebensrealität nicht gerecht und führt allenfalls zu Stigmatisierung, ja zu weiterer Diskriminierung. Im Fokus kann dann aber nicht mehr deren individuelle Integration stehen; vielmehr muss es dann um Chancengerechtigkeit gehen und um die Frage, ob die Strukturen dazu angetan sind, eine institutionelle Diskriminierung zu befördern und aufrechtzuerhalten. Nun gesellt sich zu diesen grundsätzlichen Überlegungen eine besondere Schwierigkeit: Eine Stadtverwaltung mag sich viele differenzierte Erkenntnisse über den Stand der Integration, der Chancengerechtigkeit, der Teilhabe, der strukturellen interkulturellen Öffnung wünschen: Die Datenlage ist oft so dürftig, dass viele dieser Wünsche unerfüllt bleiben müssen. Im vorliegenden Bericht wurden versucht, in einer Mischung aus Zahlen, Beobachtungen, Sonderuntersuchungen, Diskussionen und Befragungen einen möglichst abgesicherten Eindruck der Situation zu erhalten. In kritischer Selbstreflexion hinterfragt der Bericht, ob es sinnvoll sein wird, die Integrationsberichterstattung in Saarbrücken auf Dauer zu stellen, oder ob es nicht zielführender ist, die Migrationsperspektive systematisch und qualifiziert in alle Fachberichte (Bildung, Soziales, Wohnen, Gesundheit etc.) einzubauen. Das ist eine Aufgabe, an der sich dann allerdings alle berichtenden Behörden und Institutionen bei Stadt, Regionalverband und Land beteiligen müssen.

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122 S.

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