Kinder ausländischer Arbeitnehmer und Schulbesuch.

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Die 1971 durchgeführte Studie über den Schulbesuch der in Balingen wohnhaften Kinder von Ausländern ergab, daß 67,8Prozent der Kinder im schulpflichtigen Alter zwischen 6 und 20 Jahren keine Schule besuchten. Die Ursachen des geringen Schulbesuches liegen darin, daß es bisher von staatlicher Seite kaum Zielsetzungen sowie effektive und koordinierte Maßnahmen zur Integration gab und daß auch die Einstellung der Ausländer zur Integration oft ambivalent ist. Vor allem die nur auf ein Jahr befristeten Aufenthaltsgenehmigungen tragen zum Entstehen einer Unsicherheit bei; diese kurze Zeitperspektive wirkt sich ungünstig auf die Eingliederungsbereitschaft aus. Weiterhin ist zu vermuten, daß sich im Unterlassen des Besuches einer deutschen Schule eine Abwehr gegen allzustarke Anpassung an deutsche Verhältnisse äußert.-Die Situation seit dem Untersuchungszeitraum hat sich in einigen Punkten gebessert Im April 1974 existierten in Baden-Württemberg generell internationale Vorbereitungsklassen, in denen die Schüler durchschnittlich 13 bis 14 Stunden Deutschunterricht pro Woche erhielten; zusätzlich wird Unterricht in der Muttersprache organisiert.

Beschreibung

Schlagwörter

Ausländischer Arbeitnehmer, Kind, Schulbesuch, Deutschunterricht, Bildungswesen, Schule, Pädagogik

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In: Bildungsberatung in der Praxis, Hrsg.Baden-Württemberg, Kultusministerium Villingen, (1975) S. 236-253, Tab.; Lit.

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Ausländischer Arbeitnehmer, Kind, Schulbesuch, Deutschunterricht, Bildungswesen, Schule, Pädagogik

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Schriftenreihe des Kultusministeriums Baden-Württemberg zur Bildungsforschung, Bildungsplanung, Bildungspolitik. Reihe A; 29