Postmoderne Sozialarbeit. Ein systemtheoretisch-konstruktivistischer Beitrag zur Sozialarbeitswissenschaft.
Kersting
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Kersting
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DE
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Aachen
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ZLB: 99/3244
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DI
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Abstract
Die Sozialarbeit befindet sich als Profession wie als wissenschaftliche Disziplin im Umbruch. Der gesellschaftliche Wandel wie Individualisierung, Pluralisierung und Differenzierung lassen traditionelle sozialarbeiterische Orientierungen obsolet werden. Die Fragen, was Sozialarbeit ist und welche gesellschaftlichen Funktionen sie wahrzunehmen hat, sind keineswegs mehr eindeutig zu beantworten. Hierauf muss sich auch eine Sozialarbeitswissenschaft einstellen. Konzepte sind gefragt, die die ausgeblendeten Widersprüche, Ambivalenzen und Paradoxien herausarbeiten und tolerieren. Es wird zunächst wissenschafts- und sozialtheoretisch aufgezeigt, dass Sozialarbeit auf allen Ebenen ihrer gesellschaftlichen Ausdifferenzierung ambivalent und Sozialarbeit immanent postmodern ist. Unter dem zentralen Begriff der Arbeit, der Ambivalenz, wird ganz allgemein Mehr- bzw. Vieldeutigkeiten, Mehr- bzw. Vielwertigkeiten, also Uneindeutigkeiten, Unbestimmbarkeiten, Widersprüchlichkeiten oder auch Paradoxien in psychischen, sozialen bzw. kommunikativen Verhältnissen sowie in deren Beobachtung bezeichnet. Eine ambivalente Situation ist dadurch gekennzeichnet, dass in der Beobachtung einer Situation, eines Ereignisses, einer Handlung, einer gesellschaftlichen Praxis zwei oder mehr gegensätzliche, sich widersprechende Blickpunkte, Beobachtungen bzw. Beschreibungen, Erklärungen und Bewertungen gleichermaßen plausibel erscheinen. Speziell die offensichtliche Konfrontation mit unentscheidbaren Fragen bringt Ambivalenzen ins Spiel. Die praxistheoretische Dimension, nimmt ihren Ausgangspunkt in der postmodernen Ununterscheidbarkeit von Norm und Abweichung, und wird fortgeführt in den Themen "zwischen Hilfe und Kontrolle", "zwischen den Kontexten", "zwischen Berufsarbeit und Nächstenliebe", "zwischen Macht und Ohnmacht", "Definitions(ohn)macht der Sozialarbeit", "zwischen Hilfe und Nicht-Hilfe", "zwischen Problem und Lösung", "zwischen Vergangenheit und Zukunft", "zwischen Ethik und Pragmatik". goj/difu
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356 S.
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Schriften zur sozialen Arbeit; 4