Die Mobilitätsmaschine. Versuche zur Umdeutung des Autos.

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Berlin

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ZLB: 2004/3406

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Abstract

Ein perfider Plan sollte dem Auto das wichtigste Merkmal seines Charakters stehlen: das Private! Wenn - so die Idee - dem Autobesitz die private Verfügbarkeit genommen wird und die Nutzung zu einer gemeinschaftlichen Sache wird, dann könnten sich wieder Räume für Alternativen öffnen. Von 1998 bis zum Jahr 2003 haben sich mehrere hundert Autofahrer einem solchen Entprivatisierungsexperiment ausgesetzt, über das berichtet wird. Im Zusamenspiel von Industrie und Wissenschaft wurden schlau ausgetüftelte so genannte Portionsautos erfunden, die alle Nutzungsgrade von viel bis wenig Auto abdeckten. Im Ergebnis wurde jedoch offenbar, wie stark die "Zurichtung" moderner Lebensweisen auf das Automobil bereits fortgeschritten ist und wie sich diese im Laufe der eigenen Biographie verfestigt. Mit mehr Information und ökonomischen Anreizen sind Verhaltensänderungen auch nicht zu erreichen. Denn es gibt die oft unterstellten Entscheidungssituationen gar nicht. Der Einstieg in die private Automobilgesellschaft ist ein Integrationsprozess, der unreflektiert, quasi naturwüchsig vonstatten geht. Erst der Ausstieg hieraus entwickelt sich zu einem bewussten Schritt. Und der erfolgt unter völlig anderen Voraussetzungen und Bedingungen, als die Verkehrspolitik gemeinhin annimmt. difu

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150 S.

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