Mit Biokohle Kohle machen. Biomasse kann mittels Karbonisierung verwertet werden. T. 2.

Deutscher Fachverl.
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Frankfurt/Main

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0933-3754

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ZLB: Kws 274 ZB 6793
BBR: Z 551

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Abstract

Konzepte für die Nutzung von Biomasse sollen unter ökologischen wie ökonomischen Gesichtspunkten entwickelt werden. Neuartige Karbonisierungstechnologien zur Verwertung von Biomasse versprechen einen aktiven Beitrag zum CO2-Minderungsziel und können darüber hinaus gute Beispiele für die Ausnutzung der gesamten Wertschöpfungskette bieten. Der Markt für Biokohle beginnt sich zu entwickeln. Ein Beispiel ist die Karbonisierungsanlage eines Unternehmens im rheinland-pfälzischen Dörth, die nach dem trockenen Karbonisierungsprinzip arbeitet: Das Eintragsmaterial wird bis auf 800 Grad Celsius erhitzt, aber nicht verbrannt, sondern verkohlt. Das Verfahren wurde vor etwa zehn Jahren an der Fachhochschule Bingen entwickelt und zur Marktreife gebracht. Die Anlage kann gleichermaßen in der Entsorgungsindustrie wie auch bei Düngemittel-, Kompost-, Humus- und Erdenersteller für die Land- und Forstwirtschaft Verwendung finden. In Österreich wird die Anlage von einem Unternehmen im burgenländischen Riedlingsdorf genutzt, das sich auf die Herstellung von Fertigerden spezialisiert hat. Die überschüssige Prozesswärme wird zur Beheizung des gesamten Werksgebäudes genutzt. In Dörth selbst soll künftig das weltweit erste kommerzielle Nahwärmenetz auf Basis des Karbonisierungsverfahrens von Biomasse in Betrieb gehen. Perspektivisch könnte Biokohle grundsätzlich fossiles Erdöl in der Herstellung von rund 90 Prozent aller Verbrauchsprodukte ersetzen und damit zu einer Schlüsseltechnologie der biobasierten Wirtschaft werden.

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Entsorga

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Nr. 4/5

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S. 42-44

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