Historische und gegenwärtige Wassernutzung am Hochrhein und im südlichen Schwarzwald. Prozesse und Konflikte.

Schafranietz, Jürgen
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Datum

2016

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Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Freiburg/Breisgau

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EDOC

Zusammenfassung

Die Arbeit versucht die unterschiedlichsten Nutzungsansprüche darzustellen, die vom Menschen an Gewässer jeglicher Art gestellt werden. Untersuchungsgebiet ist die Region des Hochrheins und des südlichen Schwarzwalds. Diese Region zeichnet sich durch einen sehr starken Wandel in der Struktur aus. Eine ehemals stark ländlich geprägte Region mit ärmlichen Lebensverhältnissen für ihre Bevölkerung steht mit einem Schlag zum Ende des 19. Jahrhunderts im Fokus eines industriell geprägten Wandels. Dieser Wandel wurde ausgelöst durch den Bau des ersten Wasserkraftwerks Rheinfelden, das im Jahr 1898 in Betrieb ging. Von da ab siedelten sich zahlreiche Industriebetriebe am Hochrhein an und weitere Wasserkraftwerke wurden sukzessive geplant und erstellt was die Entwicklung der Industrialisierung der Region weiter vorantrieb. Solche gewaltige und weiträumige Eingriffe in die Wassernutzung einer ganzen Region führte selbstverständlich zu starken ökologischen und ökonomischen Veränderungen, die auch Auswirkungen auf die soziale Struktur der Region nach sich zogen. Durch den Bau der Wasserkraftwerke wurde alten Berufsständen die Einkommensgrundlage entzogen. Im Südschwarzwald wurde aufgrund der Pumpspeicherkraftwerke stark in die vorherrschenden Wassernutzungsformen eingegriffen. Die weit verbreitete Methode der Wässerung von Wiesen zur Ertragssteigerung erfuhr dadurch einen einschneidenden Wandel, der in der weiträumigen Aufgabe dieser Grünlandbewirtschaftungsmethode mündete. Kunstdünger und landwirtschaftlich moderne Gerätschaften lösten die einstige mühevolle Wässerung der Wiesen in der Folge ab. Die Arbeit gibt erstmals einen Überblick über die zahlreichen Interessenunterschiede und Konflikte, die im Zuge der Wassernutzung im Untersuchungsgebiet auftraten. Es werden zudem Schlaglichter auf damalige technische Errungenschaften geworfen und kulturhistorische Besonderheiten der Region angesprochen.

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Erscheinungsvermerk/Umfang

Seiten

V, 180 S.

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