Präriepflanzungen in Deutschland. Ein Resümee nach 20 Jahren Erfahrungen.
Patzer
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Datum
2019
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Herausgeber
Patzer
Sprache (Orlis.pc)
DE
Erscheinungsort
Berlin
Sprache
ISSN
0948-9770
ZDB-ID
Standort
ZLB: Kws 125 ZB 6810
Dokumenttyp
Dokumenttyp (zusätzl.)
Autor:innen
Zusammenfassung
Noch Ende der 1990er Jahre war es üblich, auf Stadtplätzen oder als Straßenbegleitgrün Deckpflanzungen aus Gehölzen zu sehen. Ab den 2000er Jahren werden zunehmend Präriepflanzen anstatt bodendeckender Gehölze als pflegeleichte Alternative für Flächen im öffentlichen Raum propagiert. Präriepflanzen gelten als trockenresistent und sie ertragen sowohl Hitze als auch Kälte, wodurch sie als geeignete Pfanzenart in Zeiten des Klimawandels anzusehen sind. Außerdem bilden sie langlebige und robuste Gesellschaften und verfügen über zahlreiche ästhetische Reize. Ihr Blütezeitraum reicht weit in den Herbst hinein, was vor dem Hintergrund des zunehmenden Artensterbens als Nahrungsquelle für Insekten von Vorteil ist. Es stellt sich aber die Frage, ob sich durch Staudenpflanzungen mit Präriearten eine neue Neophythenproblematik entwickeln wird. Für den Beitrag wurden vier Standorte mit Präriepflanzungen in Deutschland untersucht und dokumentiert, wie sie sich über die Jahre entwickelt haben. Neben den positiven Eigenschaften, die den Präriepflanzen zugesprochen werden, gibt es auch generell Bedenken, was die Verwendung nichtheimischer Pflanzen im großen Stil betrifft. Ob eine Art, die neophytisch auftritt, auch tatsächlich invasiv wird, kann nur schwer abgeschätzt werden. Bislang sind die Auswirkungen der Neueinfuhr von Präriearten seit den 2000er Jahren noch nicht ausreichend untersucht, doch eine Gefährdung der heimischen Pflanzenwelt durch invasiv gewordene Präriearten konnte an den untersuchten Standorten nicht beobachtet werden.
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Schlagwörter
Zeitschrift
Stadt + Grün : das Gartenamt ; Organ der Ständigen Konferenz der Gartenbauamtsleiter beim Deutschen Städtetag
Ausgabe
Nr. 11
Erscheinungsvermerk/Umfang
Seiten
S. 29-34