Die Bedeutung der Wanderungen für die Bevölkerungsentwicklung in den Regionen Europas.

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
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Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

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DE

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Bonn

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0303-2493

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ZLB: 4-Zs 2548
BBR: Z 703
IFL: Z 0073

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Abstract

Der Beitrag bezieht sich auf ein Gutachten für den Europarat, in dem die Bedeutung von Wanderungen auf die Bevölkerungsdynamik in 1500 Regionen Europas in 34 Staaten untersucht wurde. Der größere Teil der Europäer lebt in Regionen mit Bevölkerungswachstum. Immerhin 271 Mio. Personen leben bereits in Regionen mit Abwanderung, vor allem in Osteuropa. Dieses großräumige Wanderungsgefälle ist als Konsequenz der konträren sozioökonomischen und politischen Entwicklung in Ost- und Westeuropa geographisch auch heute noch auszumachen und überdeckt kleinräumige Muster innerhalb der osteuropäischen Staaten. In Westeuropa treten solche kleinräumigen Muster der Abwanderung häufiger auf. Das Nebeneinander von prosperierenden und stagnierenden Regionen führt zu einem Wanderungsgefälle, das oft regions-, selten sogar länderübergreifend ist. Anhand der räumlichen und der natürlichen Bevölkerungsbewegungen wurden Regionstypen gebildet, die sich in ihrer Dynamik, in deren Ursachen und in ihrer Position innerhalbdes demographischen Wandlungsprozesses unterscheiden. Bisher wenig betroffen sind Regionen mit doppeltem Wachstum (aus Geburtenüberschüssen und Wanderungsgewinnen). Weit fortgeschritten im demographischen Wandel sind Regionen mit zwei Schrumpfungsursachen (Sterbeüberschüsse und Wanderungsverluste). Auf der Kippe stehen Regionen, die bereits Sterbeüberschüsse verzeichnen, aber mit Wanderungen noch so viel Dynamik importieren, dass sie eine Abnahme der Bevölkerung noch verhindern können. Der Verlust an Eigendynamik der Bevölkerung in den Regionen Europas geht einher mit einer stärkeren Einbindung des Kontinents in die Globalisierung.

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Nr. 3/4

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S. 141-151

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