Erwachsenenbildung als Ideologie. Zur Kritik ihrer Theorien im Kapitalismus.
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1973
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SEBI: 76/3138
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Zusammenfassung
Erwachsenenbildung als allgemines Bildungsprinzip entsteht mit der antifeudalen bürgerlichen Aufklärungsbewegung, deren Fortschrittlichkeit sich in der Forderung nach ,,Wohlstand, Bildung und Freiheit für alle'' ausdrückt. In dem Maße aber, in dem der ,,Wohlstand'' mit wachsender Technisierung und Arbeitsteilung einerseits und immer differenzierterer Besitz- und Vermögensverteilung andererseits diesen Anspruch ins Gegenteil umschlagen läßt, wird auch die Realisierung der Forderung nach ,,Freiheit und Bildung für alle'' verhindert. Das ursprünglich auf die gesamte Gesellschaft bezogene Postulat nimmt somit ideologischen Charakter an, weil es, der politischen und ökonomischen Entwicklung deutlich widersprechend, weiterhin als Ziel der gesellschaftlichen Entwicklung geltend gemacht wird. Die Analyse beginnt mit Pestalozzi und seinen Zeitgenossen, den ersten bürgerlichen und sozialistischen Volksbildungskonzeptionen; dann werden die Bemühungen der Arbeiter- und Gesellenvereine untersucht, durch Bildung die Integration der unteren Schichten in die bürgerliche Gesellschaft zu leisten, bis hin zu der primär mittelstandsorientierten ,,freien'' Erwachsenenbildungsbewegung von 1871 und der ,,Neuen Richtung'' in der Weimarer Republik. Die Tendenzen der Erwachsenenbildung in der BRD, die teilweise unvermittelt vom traditionellen bildungsidealistischen Anspruch zu einem technisch-funktionalen Bildungsverständnis übergehen, sind Gegenstand des abschließenden Kapitels.
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München: List (1973), 217 S., Lit.(phil.Diss.; Frankfurt/Main 1972)
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Serie/Report Nr.
List-Taschenbücher der Wissenschaft. Reihe Erziehungswissenschaft; 1665