Kooperative Sicherheitspolitik als Konsequenz von Sekuritisation - Der Wandel lokaler Sicherheitsstrukturen im Kontext eines neuen Sicherheitsbegriffs.
Springer VS
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Datum
2014
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Herausgeber
Springer VS
Sprache (Orlis.pc)
DE
Erscheinungsort
Wiesbaden
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ZLB: Kws 730/30
Dokumenttyp
Dokumenttyp (zusätzl.)
Autor:innen
Zusammenfassung
Seit Anfang der 1990er Jahre ist die Entstehung einer neuen lokalen und kommunalen Sicherheitsarchitektur zu beobachten. Diese manifestiert sich beispielsweise in kriminalpräventiven Räten und Ordnungspartnerschaften, kooperativen Gremien, die sich in Zusammenarbeit von Polizei, Kommune sowie zum Teil Justiz, privaten Sicherheitsunternehmen, gesellschaftlichen oder privaten Anspruchsvereinigungen und zivilgesellschaftlichen Akteuren mit mehr oder minder sicherheitsrelevanten Themen aus einer sicherheitspolitischen Perspektive beschäftigen. Prävention und Prophylaxe sind dabei zwei wesentliche Handlungsansätze dieser neuen Sicherheitsstrukturen. Es lässt sich von einem Strukturwandel in der lokalen und kommunalen Sicherheitsgewährleistung sprechen. Konzeptionell und in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung wird dieser sicherheitspolitische Strukturwandel auf lokaler bzw. kommunaler Ebene unter den Begriffen "kooperative Sicherheitspolitik", "interagency policing" oder auch "kommunale Kriminalprävention" diskutiert. Ausgehend vom angelsächsischen sicherheitspolitischen Diskurs um "community safety" und "crime prevention" ist eine neue Vorstellung von Sicherheitsgewährleistung entstanden. Innere Sicherheit wird zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe. Die klassischen Sicherheitsstrukturen (sprich: maßgeblich die Polizei) werden von ihrer alleinigen Verantwortung und Zuständigkeit für die Sicherheitsgewährleistung entbunden. Kommune, private Akteure und Zivilgesellschaft werden zu einem Bestandteil der lokalen Sicherheitsarchitektur. Im Zentrum dieser neuen Sicherheitsstrukturen steht dabei das Bemühen um eine frühzeitige Kriminalitätsvorbeugung, die sich in weiten Teilen an einem neuen Präventionsparadigma, das gesellschaftliche und soziale Rahmenbedingungen in den Mittelpunkt stellt, orientiert.
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Erscheinungsvermerk/Umfang
Seiten
S. 341-358
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Deskriptor(en)
Serie/Report Nr.
Studien zur Inneren Sicherheit; 17