Zur Rückwanderung von Arbeitskräften in die ländlichen Regionen Deutschlands: deskriptive Befunde.

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Braunschweig

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EDOC

Abstract

Ziel dieses Berichts ist es, einen Überblick über das Rückwanderungsgeschehen von Arbeitskräften in Deutschland – insbesondere dessen Bedeutung für die Zuwanderung und die Wanderungsbilanzen von Regionen – zu geben. Datengrundlage der Untersuchung sind die Integrierten Erwerbsbiografien (IEB) des IAB, die Informationen zu mehr als 90 Prozent aller Erwerbspersonen in Deutschland beinhalten. Grundsätzlich kann der Rückwanderung für Regionen mit einer ungünstigen demografischen Entwicklung eine nicht unwesentliche Stabilisierungsfunktion zukommen. Nettowanderungsgewinne aus der Rückwanderung im Untersuchungszeitraum sind jedoch nur bei weniger als 10 Prozent der ländlichen Regionen groß genug, um Nettoverluste aus dem übrigen Wanderungsgeschehen mindestens auszugleichen. Diese Regionen liegen beinahe ausschließlich in Westdeutschland und zeichnen sich häufig durch eine gute sozioökonomische Lage aus. Die Befunde legen nahe, dass die Rückwanderung nur in sehr wenigen ländlichen Regionen in Ostdeutschland zu einer positiven Wanderungsbilanz führt und darüber hinaus zahlreiche ländliche Regionen im Osten des Bundesgebiets durch das Rückwanderungsgeschehen auch eine Nettoabwanderung erleiden. Um einer ungünstigen demografischen Entwicklung substantiell entgegenzuwirken, ist es daher erforderlich, dass Gebiete auch für andere Arten der Binnenwanderung und nicht zuletzt für die Zuwanderung aus dem Ausland an Attraktivität gewinnen.

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Thünen Working Paper; 144