Geschützter Außenraum in innerstädtischer Lage. Neubau auf problematischem Grundstück.

Hammonia
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Bandtitel

Herausgeber

Hammonia

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Hamburg

Sprache

ISSN

0939-625X

ZDB-ID

Standort

ZLB: 4-Zs 613
BBR: Z 143

Dokumenttyp (zusätzl.)

Zusammenfassung

Die Nachfrage nach individuellem und großzügigem Wohnraum in innerstädtischer Lage zu moderaten Preisen ist ungebrochen. Die Anforderungen an die damit verbundene Architektur sind hoch, da die restlichen, noch nicht bebauten urbanen Grundstücke häufig schwierige Rahmenbedingungen aufweisen. Dies können Lärm- oder Geruchsbelästigungen durch Verkehrsinfrastruktur und angrenzende Nutzungen sein oder auch die schwierige Geometrie des Grundstücks. In diesem Zusammenhang wird in dem Beitrag ein Neubau mit 42 genossenschaftlichen Wohnungen inklusive einer Tiefgarage mit 23 Stellplatzen im innenstadtnahen Hamburger Karolinenviertel vorgestellt. Es wurde von der Hansa Baugenossenschaft eG realisiert. Das Grundstück mit einer Abmessung von zirka 100 Metern in der Länge und nur 15 Metern in der Tiefe galt lange Zeit als nicht bebaubar. Seine Lage ist gekennzeichnet durch die unmittelbare Nachbarschaft zum Hamburger Fleischgroßmarkt, wo besonders in den frühen Morgenstunden durch den Lieferverkehr sowie das Auf- und Abladen von Waren Lärm entsteht. Außerdem ist das Grundstück dreiseitig von Nachbargebäuden eingefasst, so dass die natürliche Belichtung und Belüftung der Wohnungen ausschließlich über die Südfassade, die gleichzeitig die Straßenfassade darstellt, erfolgen kann. Doch der Standort zwischen dem städtischen Park Planten un Bloomen und dem vielschichtigen Schanzenviertel bietet auch wichtige positive Aspekte wie Naherholung und Nahversorgung sowie ein vielfältiges Kulturangebot. Bei der sechsgeschossigen Bebauung nach Energieeffizienz-Standard 55 konnten die Nachteile des Grundstücks erfolgreich überwunden werden. Über offene Grundrisse mit großformatigen und raumhohen Öffnungen in der Südfassade wurden großzügige, helle Wohnungen geschaffen, die sich den unterschiedlichen Lebensgewohnheiten der Mieter anpassen. Erweitert wurde der Wohnraum durch Außenbereiche in Form von Balkonen und Dachterrassen, die eine komplette Verglasung erhielten. Die Brüstungen mit gläsernen Elementen sowie die beweglichen Glasfenster erstrecken sich über die gesamte Breite und Höhe der Außenbereiche und erzielen eine Schallreduzierung von 27 Dezibel.

Beschreibung

Schlagwörter

Zeitschrift

Die Wohnungswirtschaft

Ausgabe

Nr. 5

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Seiten

S. 58-59

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