Corporate Governance Systeme. Funktion und Entwicklung am Beispiel von Deutschland und Großbritannien.

Duncker & Humblot
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Duncker & Humblot

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Berlin

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ZLB: 2003/447

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DI

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Das Corporate Governance System stellt als komplexes Gebilde der Steuerung und Kontrolle von Unternehmen einen integralen Bestandteil des Finanzsystems eines Landes dar. Aufgabe einer Theorie der Corporate Governance ist zunächst die umfassende Beschreibung und Erklärung von Corporate Governance als System. Nationale Corporate Governance Systeme stellen in sich stimmige Arrangements dar, die mit den jeweiligen nationalen Finanzsystemen kompatibel sind. Wie die Finanzsysteme unterscheiden sich auch die Corporate Governance Systeme Deutschlands und Großbritanniens deutlich voneinander. Der Autor entwickelt zunächst ein gedankliches Raster, das die Beschreibung von Corporate Governance Systemen mit einer Funktionsanalyse verbindet, und arbeitet Idealtypen von Systemen heraus: das stakeholder-orientierte Insider Control System und das shareholder-orientierte Outsider Control System. Im folgenden führt er für Deutschland und Großbritannien den Nachweis, dass die Systeme der beiden Länder diesen Idealtypen prinzipiell entsprechen: Beide Systeme sind konsistent, aber unterscheiden sich wesentlich. Die Unterscheidung geht über stakeholder- vs. shareholder-orientiert hinaus: Im Detail ist die Funktionsweise der Unternehmenskontrolle sehr verschieden und in sehr unterschiedliche Rahmenbedingungen von Finanz- und Arbeitsmärkten eingebettet. Der Autor betrachtet die Corporate Governance Systeme jedoch nicht nur als statische Gebilde. Vielmehr schenkt er Veränderungen der letzten Jahre große Aufmerksamkeit; insbesondere werden die zunehmenden Unterschiede der Corporate Governance internationaler Großkonzerne gegenüber der anderer Unternehmen hervorgehoben. Aufgrund der sich zeigenden Tendenzen skizziert er mögliche zukünftige Entwicklungen. difu

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342 S.

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Schriften zur wirtschaftswissenschaftlichen Analyse des Rechts; 46