Der monumentale Straßenraum. Untersuchung zur Morphologie eines städtebaulichen Elements der Großstadt in Europa in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts anhand zeitgenössischer Theorien und Projekte. (Teil I: Textband. Teil II Katalog.)
Zitierfähiger Link
Lade...
Datum
Zeitschriftentitel
ISSN der Zeitschrift
Bandtitel
Herausgeber
Sprache (Orlis.pc)
DE
Erscheinungsort
Dortmund
Sprache
ISSN
ZDB-ID
Standort
Dokumenttyp
Dokumenttyp (zusätzl.)
DI
EDOC
EDOC
Autor:innen
Zusammenfassung
Die Auseinandersetzung mit der Morphologie des monumentalen Straßenraumes als einem eigenständigen architektonischen Thema stellt vor dem Hintergrund unterschiedlicher städtebaulicher Leitbilder eine wesentliche Konstante von Architektur und Städtebau in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dar. Im Hinblick auf seine Gestaltung, aber auch im Zusammenhang mit der Organisation der gesamten Stadt kommt dem monumentalen Straßenraum eine ganz besondere Rolle zu. Im 20. Jahrhundert ändern sich die Vorstellungen davon, was verehrungswürdig, erinnerungswert oder verherrlichungswert sei. Die unterschiedlichen Ansprüche an Monumentalität zwischen politischen Idealen, ökonomischen Kräften, sozialen Verhältnissen und demokratischen Gleichheitsidealen haben einen deutlichen Einfluss auf die gestalterischen Mittel zur Erzeugung einer monumentalen Wirkung. Theoretische Verwandtschaften und Kontinuitäten manifestieren sich im Gebauten und Entworfenen gleichermaßen und zeigen sich im Bereich der Großstadt wohl am eindrücklichsten im öffentlichen Raum des monumentalen Straßenraums. Die Zusammenstellung der analysierten monumentalen Straßenräume und die Auseinandersetzung mit den schriftlichen Quellen machen deutlich, dass es sich bei den monumentalen Straßenräumen bis auf wenige Ausnahmen um multifunktionale öffentliche Räume handelt. Dabei wird deutlich, dass trotz der funktionalen Vielfalt die monumentalen Straßenräume auf dem Prinzip des Korridorstraßenraumes beruhen, in ähnlichen Dimensionen angelegt werden und deren raumbegrenzenden Wandungen nach immer wieder kehrenden Merkmalen gestaltet sind. Die große Anzahl monumentaler Straßenräume in Europa in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts belegt nicht nur deren große geographische Verbreitung, sondern auch eine kontinuierliche Verwendung dieses für die Großstadt so bedeutenden Elements. Trotz der oftmals propagierten Abschaffung und Auflösung der Korridorstraße und auch trotz der immer wieder scharfen Kritik an den Prachtstraßen behält der monumentale Straßenraum bis heute seinen Platz in der Großstadt. Vor diesem Hintergrund will die Arbeit auch dazu beitragen, sich im städtischen Raum bewusst wieder mit Fragen der Morphologie und einer zeitgemäßen Monumentalität auseinanderzusetzen. des 20. Jahrhunderts anhand zeitgenössischer Theorien und Projekte.
Beschreibung
Schlagwörter
Zeitschrift
Ausgabe
item.page.dc-source
Seiten
810 S.