Erneuerbare Energien: Städte als Vorreiter im Klimaschutz.

Langer, Marcelline/Kretschmer, Heiko
Luchterhand
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Datum

2010

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Herausgeber

Luchterhand

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Köln

Sprache

ISSN

0038-9048

ZDB-ID

Standort

ZLB: 4-Zs 345
BBR: Z 212

Dokumenttyp (zusätzl.)

Zusammenfassung

Viele Städte und Gemeinden haben seit geraumer Zeit intensiv in den Ausbau regenerativer Energiequellen investiert. Zahlreiche Projekte befinden sich im Genehmigungsverfahren oder sind bereits umgesetzt. Für die lokale Wirtschaft gewinnt die Umsetzung örtlicher und regionaler Energiekonzepte zunehmend an Attraktivität. Doch viele Bürgerinnen und Bürger relativieren ihre positive Einstellung gegenüber erneuerbaren Energien, wenn ein Projekt vor der eigenen Haustür geplant wird. Bürgerinitiativen äußern lautstark ihren Widerstand gegen solche Vorhaben. Dabei wird häufig kritisiert, dass ihnen Informationen vorenthalten wurden und sie nicht in den Planungsprozess eingebunden worden seien. In dem Beitrag werden hierfür einige Beispiele vorgestellt. In Anbetracht der kommunalen Wertschöpfung, die im Jahr 2009 in Deutschland durch Windenergie bei 2,05 Milliarden Euro, bei der Photovoltaik bei fast 2,4 Milliarden Euro und für alle regenerativen Energiequellen insgesamt bei 6,6 Milliarden Euro lag, kann es für eineKommune drastische Konsequenzen haben, wenn durch Bürgerproteste oder Bürgerentscheide Projekte nicht im vorgesehenen Umfang realisiert werden können. Daher ist eine frühzeitige Information, die verständlich und leicht zugänglich ist, von entscheidender Bedeutung. Zudem sind kommunikative Formate, die Beteiligungs- und Mitspracherechte ermöglichen, ein effizientes Instrument, um an unterschiedlichen Phasen der Projektumsetzung präventiv und vorausschauend eingreifen zu können. So ist es möglich, potenzielle Konfliktherde zu einem frühen Zeitpunkt zu identifizieren und bei Bedarf Präventionsmaßnahmen einzuleiten. Zudem haben Kommunen die Chance, Bürgerinnen und Bürger durch finanzielle und diskursive Beteiligung an erneuerbaren Energieprojekten wieder stärker an sich zu binden. Mit der Entwicklung so genannter gemeinschaftlicher Energieprojekte wurde ein innovativer Weg gefunden, die Akzeptanz für regionale Energieprojekte zu erhöhen. Mit der Beteiligung als Mitgesellschafter werden Bürgerinnen und Bürger von passiven Energiekonsumenten zu aktiven Energieerzeugern.

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Schlagwörter

Zeitschrift

Der Städtetag

Ausgabe

Nr. 6

Erscheinungsvermerk/Umfang

Seiten

S. 21-23

Zitierform

Stichwörter

Serie/Report Nr.

Sammlungen