Fehlentwicklungen verhindern. Eine nachhaltige Abfallwirtschaft braucht das Nierenprinzip und Senken schadstoffhaltiger Abfälle.

Bertram, Heinz-Ulrich
Rhombos
Keine Vorschau verfügbar

Datum

2017

item.page.journal-title

item.page.journal-issn

item.page.volume-title

Herausgeber

Rhombos

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Berlin

Sprache

ISSN

1868-9531

ZDB-ID

Standort

ZLB: Kws 280 ZB 1571
IRB: Z 1853

Dokumenttyp (zusätzl.)

Zusammenfassung

Das wirtschaftliche Wachstum und der Verbrauch von begrenzt verfügbaren Rohstoffen müssen voneinander entkoppelt werden. Hierzu können die Vermeidung von Abfällen und die Gewinnung von sekundären Rohstoffen aus verwertbaren Abfällen einen wichtigen Beitrag leisten. Die Verwirklichung der in diesem Zusammenhang geforderten vollständigen Kreislaufwirtschaft (Recycling-Gesellschaft) und deren Weiterentwicklung zu einer Null-Abfallgesellschaft mit dem Null-Abfall-Ziel für Deponien und Verbrennungsanlagen hätte jedoch absehbare Fehlentwicklungen zur Folge. Die Analyse der abfallwirtschaftlichen Erfordernisse zeigt, dass insbesondere schadstoffhaltige Abfälle aus Abfallströmen ausgeschleust werden müssen, da die Umwelt durch deren Verwertung erheblich belastet werden kann. Darüber hinaus kann durch nachträglich erforderliche Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen ein hoher volkswirtschaftlicher Schaden entstehen. Denn trotz aller gut gemeinten Bemühungen handelt es sich bei vielen (sogenannten) Kreisläufen in der Regel um Kaskaden mit einem hohen Anreicherungsrisiko in den Medien Wasser und Boden. Dazu wird in dem Beitrag ausgeführt: Es sollte nicht das Ziel sein, die Abfälle im Kreislauf herumzuführen. Nicht die Kreislaufwirtschaft muss das Ziel sein, sondern der Schutz der Umwelt und des Menschen. Die Kreislaufwirtschaft kann lediglich als Instrument dienen, um dieses Ziel zu erreichen. Der Erfolg der Abfallwirtschaft sollte daher nicht in erster Linie an Recyclingraten gemessen werden, sondern an dem Umstand, wie das eigentliche Ziel erreicht worden ist. Vorzuziehen sind deshalb diejenigen Verfahren, mit deren Hilfe die größtmögliche Menge an Schadstoffen in die richtige Richtung gesteuert werden kann.

item.page.description

Schlagwörter

Zeitschrift

ReSource

Ausgabe

Nr. 1

Erscheinungsvermerk/Umfang

Seiten

S. 4-8

Zitierform

Stichwörter

Serie/Report Nr.

Sammlungen