Lokale Kommunikation und Lokalmedien im Online-Zeitalter. Kommunikationsräume im Stadt-Land-Vergleich.
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DE
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Stuttgart
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DI
EDOC
EDOC
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Abstract
Im Online-Zeitalter wandeln sich journalistische Ökosysteme, Massen- und Individualkommunikation - auf lokaler Ebene genauso wie auf globaler. Wo politische Akteure bisher vor allem die klassischen Lokalmedien beliefern, ihre eigenen Kanäle - wie etwa Websites, Newsletter oder Mitglieder-Magazine - befüllen und vorzugsweise bei Veranstaltungen den direkten Austausch mit ihren Ziel- und Anspruchsgruppen suchen, müssen sie heute in einem komplexen
Kommunikationsgefüge aktiv werden: Als Netzwerkmanager müssen sie Diskurse zu lokalpolitischen Themen auf unterschiedlichen Online- und Offline-Kanälen und mit den unterschiedlichsten Anspruchsgruppen gestalten und moderieren. Welche Akteure über welche Kanäle miteinander kommunizieren, welche Rolle dabei klassische Lokalmedien aber auch Blogs und andere Online-Kanäle spielen, hat die Arbeit anhand sechs ausgewählter Themen aus drei Beispielkommunen untersucht. Insgesamt wurden 49 Interviews mit Akteuren aus Medien, Politik, Verwaltung und Interessengruppen geführt. Die Studie zeigt: Die Akteure orientieren sich nach wie vor stark an klassischen Lokalmedien, die Rolle des Pressesprechers dominiert - und das, obwohl den Akteuren bewusst ist, dass sie über die klassischen Lokalmedien vor allem ältere, lokalpolitisch interessierte Bürger erreichen und kaum eine breite Öffentlichkeit.
Akteure, die bewusst verschiedene Kommunikationskanäle (online und offline; Earned und Owned Media) orchestrieren, Wissen und Kompetenzen aus lokalen, regionalen und überregionalen Netzwerken (digital) zusammenführen und diese Netzwerke auch strategisch für ihre Öffentlichkeitsarbeit nutzen, sind insgesamt selten und überwiegend in den urbanen Kommunikationsräumen zu finden. Interessengeleitete Akteure und Journalisten sollten sich die Netzwerklogik heutiger Kommunikationsräume noch stärker zu Nutze machen - das bedeutet z. B. für interessengeleitete Akteure, dass sie bei ihrer Kommunikationsarbeit nicht nur (Ressort-)Journalisten, sondern auch andere zentrale Netzwerknoten wie Blogger, Politiker und aktive Bürger im Blick haben und über themenspezifische Verteiler regelmäßig mit Informationen versorgen.
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VIII, 325