Ressourcenschonung im Hochbau. Sensitivitätsstudien zur Bautätigkeit bis 2050 spiegeln Einsparpotenziale durch höhere Recyclinganteile wider.
Rhombos
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Herausgeber
Rhombos
Sprache (Orlis.pc)
DE
Erscheinungsort
Berlin
Sprache
ISSN
1868-9531
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ZLB: Kws 280 ZB 1571
IRB: Z 1853
IRB: Z 1853
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Zusammenfassung
Trotz der Bedeutung, die dem Recycling in der Abfallwirtschaft zukommt, werden im Hochbau Recyklate bislang viel zu wenig eingesetzt. Neben einem ausreichend verfügbaren Ausgangsmaterial sowie einem durch Normen abgesicherten Anwendungsrahmen kann der Einsatz von Recyclingbaustoffen durch die Politik gesteuert werden. Grundlage hierfür wären Erkenntnisse über die Potenziale, die sich bei kreislaufwirtschaftlich vorteilhaften Rahmenbedingungen für den Einsatz von Recyclingbaustoffen erschließen lassen würden. Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e.V. (IÖR) hat mittels so genannten Sensitivitätsstudien untersucht, welche Massenbaustoffe (Beton, Ziegel, Kalksandstein, Porenbeton, Gips, Holz, Mineralwolle und Hartschaumdämmstoffe, Glas und Kunststoffe) im deutschen Gebäudebestand vorkommen und welche Massenströme durch Abriss, Neubau und Sanierung künftig anfallen werden. Das Forschnungsvorhaben, das vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Rahmen der Initiative Zukunft Bau gefördert wurde, sollte aufzeigen, welche Potenziale bestehen, um ein höherwertiges Recycling bei Bauschutt und Baustellenabfällen zu fördern. In der Untersuchung ging es vor allem darum, Abhängigkeiten, Zusammenhänge und Größenordnungen in Beziehung zu setzen. Bei der Festsetzung von Anteilen aus aufbereitetem Bauschutt (RC-Baustoff) wurden optimistische Annahmen getroffen, die auf veränderten Rahmenbedingungen für die Kreislaufwirtschaft beruhen. Die ermittelten Einsparungen an Primärrohstoffen im Hochbau durch Recyclingmaterial stehen im engen Zusammmenhang mit den Bauaktivitäten (Neubau und Abriss). Der Einsatz von Recyclingmaterial könnte demnach im Jahr 2030 ein Peak zwischen 18 und 20 Millionen Tonnen aufweisen, um dann bis 2050 auf Grund der rückläufigen Bautätigkeit trotz höherer relativer RC-Anteile aus 12 bis 14 Millionen Tonnen zu sinken.
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ReSource
Ausgabe
Nr. 4
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Seiten
S. 20-26