Bürgertum und Nationalsozialismus in Thüringen. Das bürgerliche Gotha von 1918 bis 1930.

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DE

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Göttingen

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ZLB: 94/458-4

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Die Arbeit untersucht die politischen Prozesse im Bürgertum der thüringischen Residenzstadt Gotha wahrend der Weimarer Republik. Im Mittelpunkt steht die als Wählerwanderung sichtbare Abkehr des Bürgertums von den liberalen Parteien zunächst zu den mittelständischen Interessenparteien und schließlich zu den Nationalsozialisten. Dies wird auf der Ebene der bürgerlichen Kommunalpolitik beschrieben. Im Gefolge der Inflation verloren die etablierten Parteien (DDP, DVP und DNVP) in Gotha ihre kommunale Verankerung. Auffälligerweise waren die bürgerlichen Parteien vor Ort gar nicht präsent, sondern verbargen sich hinter Vereinen und Verbänden, die die Rolle kommunaler Parteien übernahmen. Die Politik der reinen Interessenvertretung legte die Kommunalpolitik innerhalb kurzer Zeit lahm und bereitete damit der NSDAP den Weg, die bereits im Mai 1930 in der Stadt die Macht übernehmen konnte, wobei die NSDAP- Beteiligung an der thüringischen Landesregierung eine entscheidende Rolle spielte. Im Ergebnis zeigt sich, daß die Demokratie auch und besonders von der Basis in den Kommunen her zerfiel. kmr/difu

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IV, 213 S.

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