Möglichkeiten und Grenzen der Förderung von Clustern - einige kritische Überlegungen am Beispiel der Investitionsförderung.
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
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Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
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DE
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Bonn
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0303-2493
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ZLB: 4-Zs 2548
BBR: Z 703
IFL: Z 0073
BBR: Z 703
IFL: Z 0073
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Abstract
Bei aller Popularität von "Clustern" wird in der Debatte um deren stärkere Förderung zumeist darauf verzichtet, die inhaltliche Ausgestaltung des hierzu notwendigen Instrumentariums und die genauen Konzentrationsbereiche näher zu spezifizieren. Ziel des Beitrags ist daher eine kritische Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Grenzen einer gezielten Förderung von Clustern bei der einzelbetrieblichen Investitionsförderung im Rahmen der "Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur", dem zentralen Instrument der deutschen Regionalpolitik. Zunächst entwickeln die Autoren eine Art "Blaupause", wie im Rahmen der GA-Investitionsförderung eine besondere Begünstigung von Clustern durchgeführt werden könnte. Anschließend diskutieren sie die Frage, ob die Konzentration der Fördermittel auf Cluster überhaupt als sinnvoll einzustufen ist. Neben dem Einwand einer mangelnden praktischen Durchführbarkeit werden die Grenzen der Cluster-Förderung aus einer empirischen und theoretischen Perspektive erörtert. Das Cluster-Konzept ist wahrscheinlich von geringerer empirischer Relevanz als vielfach angenommen. Auch aus der Perspektive der Theorie der Wirtschaftspolitik betrachtet ist die GA-Investitionsförderung zur Unterstützung von Clustern ungeeignet. Eine Förderstrategie, bei der nicht das statistische Phänomen einer Konzentration von Wirtschaftsaktivitäten, sondern ihr Inhalt das zentrale Förderkriterium darstellt, scheint erfolgversprechender. Wenn nicht externe Effekte, sondern Marktprozesse für die Entstehung und Entwicklung von Clustern maßgeblich sind, lässt sich ein staatliches Eingreifen ordnungspolitisch kaum legitimieren. Bei der praktische Ausgestaltung einer "Cluster-Förderung" ist die Regionalpolitik besser beraten, direkt auf Wirtschaftsaktivitäten abzustellen, bei denen begründet von technologischen Externalitäten ausgegangen werden kann, wie z. B. die Förderung von FuE-Aktivitäten bei Unternehmen. Mit Blick auf das Konzept der "zentralen Orte" erscheint der Ruf nach einer verstärkten Cluster-Förderung überflüssig, weil hierunter Maßnahmen fallen, die bereits seit langem - nur unter anderem Titel - praktiziert werden (sollten). difu
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Informationen zur Raumentwicklung
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Nr. 9
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S. 515-523