Neue "Produktions"konzepte für öffentliche Dienstleistungen - Krankenkassen zwischen Markt und Staat.

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Berlin

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ZLB: 94/1713-4

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Abstract

Die Analyse von Modernisierungsprozessen bei den Krankenkassen, die im Rahmen zentraler leistungs- und organisationsrechtlicher Vorgaben erhebliche Autonomiespielräume besitzen und unter einem (begrenzten) Wettbewerbsdruck stehen, zeigt, daß die Übertragung öffentlicher Aufgaben an staatsfernere, verselbständigte Träger nicht selbstverständlich zu einer effizienteren und qualitätsbewußteren Produktionsorganisation von Dienstleistungen führt. Der Umbau vom Verwaltungsapparat zum Dienstleistungsunternehmen verlangt über organisatorischeUmbauprozesse hinaus die Entwicklung völlig neuer Wahrnehmungs- und Entscheidungsmuster, Verhaltensstile und Bewertungsschemata. Für den Modernisierungsprozeß des öffentlichen Sektors ist dementsprechend eine Verringerung der Fertigungstiefe des Staates, die Schaffung von autonomen Einheiten mit dezentraler Gestaltungs- und Entscheidungskompetenz zunächst erst der Einstieg in die Entbürokratisierung. Die praktische Nutzung neugewonnener Flexibilitäten und die Herausbildung von Kreativität und neuen Leitbildern ist nach vorliegenden Erfahrungen Ergebnis mühsamer, mit Unsicherheiten behafteter und langwieriger Organisations- und Personalentwicklungsprozesse. sg/difu

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78 S.

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Discussion papers; FS II 93-204