Hauptstadtplanungen 1900-1914. Die Repräsentation des Staates in der Stadt.
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CH
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Zürich
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ZLB: 2002/3063-4
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DI
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Abstract
Die Arbeit ist ein Beitrag zur politischen Ikonographie der Stadt. Wie funktionieren Städte als Bedeutungsträger? Dieser Frage wird anhand von Hauptstadtplanungen in der Blütezeit des Imperialismus nachgegangen. In den Hauptstadtplanungen dieser sowohl an politischen Differenzen als auch an urbanistischen Entwicklungen reichen Epoche kristallisierten sich die unterschiedlichsten politischen Ambitionen ihrer Erbauer heraus, die auf Grund vielfältiger zeitgenössischer Äußerungen erschlossen werden konnten. Entsprechend kontroverse Fallbeispiele wurden untersucht: die Planungen für Washington 1902, die Pläne für ein Groß-Berlin von 1910, die Planungen für Canberra 1912, die Pläne für New Delhi 1913, die Pläne für ein World Centre of Communication 1913. Im Überblick über das weltweite urbanistische Geschehen des frühen 20. Jahrhunderts lässt sich keine international verbindliche politische Stadtikonographie feststellen. Mit jeweils regionaler und zeitlicher Begrenzung konnten jedoch fünf ästhetische Stadttypen destilliert werden, deren politische Bedeutung in einem spezifischen Rahmen verstanden werden konnte: die Beaux-Arts-Stadt, die einheitliche Großstadt, die malerische Kleinstadt, die dörfliche Gartenstadt, die Hochhausstadt. Die Stadtplaner operierten bei ihren Hauptstadtplanungen mit verschiedenen Mitteln, um ihre Botschaften verständlich zu machen. Neben dem Grundriss der Gesamtstadt wurde oftmals der Grundriss des Regierungsviertels in besonderer Weise konzipiert. Weitere Mittel waren die Ansicht und die Erscheinungsweise der Gesamtstadt und die bedeutungsvolle Verwendung städtischer Elemente wie Platz, Achse, Mall oder monumentale Gebäudegruppe. Auch auf der Ebene architektonischer Typen und Elemente wie Kuppel, Turm, Tempel oder Palast konnten politische Aussagen getroffen werden. Ein weiteres Mittel stellten schließlich bewusste Stilformulierungen von signifikanter Stilvielfalt bis zum bedeutungsvollen Einheitsstil dar. goj/difu
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490 S., Anh.