Postfossile Mobilität. Themenheft.

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
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Herausgeber

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Bonn

Sprache

ISSN

0303-2493

ZDB-ID

Standort

ZLB: 4-Zs 2548
BBR: Z 703
IFL: Z 0073

Dokumenttyp (zusätzl.)

Autor:innen

Zusammenfassung

Die Perspektive, dass die Ölreserven bald bzw. in erkennbarer Reichweite zur Neige gehen, erfordert sowohl vorausschauende Aktivitäten zur Entwicklung von alternativen Kraftstoffen und Antriebstechnologien als auch weitere Anstrengungen, um die Ölabhängigkeit von Ortsveränderungen zu reduzieren. Das Themenheft stellt sich die Frage: Wie viel bzw. wie wenig Zeit haben wir für die Schritte hin zu einer Energiewende, die zu einer Verkehrswende mit postfossiler Mobilität führt? Den hierzulande noch ungewohnten Begriff "postfossile Mobilität" stellen WÜRDEMANN und HELD einleitend vor. ZIESING weist in seinem Beitrag auf eine weitere Verschärfung der Energie- und Umweltprobleme hin und verdeutlicht mit empirischen Befunden die Dramatik, die unserem gegenwärtigen Mobilitätsverhalten innewohnt. SCHINDLER und ZITTEL zitieren die widersprüchlichen Deutungsmuster zur Öl-Endzeitdiskussion und geben zugleich zentrale Begründungen für das Erreichen des Ölfördermaximums. Der "peak oil" genannte Wendepunkt wird dazu führen, dass der Ölverbrauch zunehmend reduziert werden muss. Zwar gibt es eine breite Palette von Entwicklungsaktivitäten für regenerativ erzeugte Antriebsenergien, wie ISENBERG berichtet, doch fragt dieser zugleich, ob angesichts der kritischen Ölversorgungssituation ausreichende Reaktionszeiten bleiben, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Nach KOHLER erleichtert mehr Energieeffizienz den Übergang von der fossilen zur postfossilen Mobilität. Das Entscheidungskalkül der Unternehmen für z.B. betriebliches Mobilitätsmanagement ist nicht nur ein Gebot des Klimaschutzes, sondern dient auch der nachhaltigen Kostenbegrenzung, der Minderung ökonomischer Abhängigkeiten und der langfristigen Sicherung der Energieversorgung. Für CANZLER, KNIE und MARZ dominiert das Auto viele verkehrliche Optionen und entwickelt "sachzwanghaft" neue Wegemuster. Doch das konventionelle Auto und dessen Nutzung wird für einen großen Teil der Bevölkerung nicht mehr bezahlbar. Die Mobilitätsvielfalt wird dagegen durch neue Mobilitätsdienstleistungen erweitert. Interessant ist die These des Autorenteams, dass die rasante Entwicklung in China das Ende des fossilen Zeitalters beschleunigt und Standards des postfossilen Zeitalters setzen könnte. Für HOLZ-RAU und JANSEN lassen sich die offenen Fragen letzlich als ein Aspekt der Diskussion um eine nachhaltige Raum- und Verkehrsplanung einordnen, die gleichzeitig in Verbindung steht mit Fragen des demographischen Wandels, des Schuldenabbaus öffentlicher Haushalte und der Reduzierung der klimarelevanten Emissionen. - (n. Verf.)

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Informationen zur Raumentwicklung

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Nr. 8

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