Primärprävention - Was ist das und was soll das?

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Berlin

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1866-3842

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ZLB: 4-2008/916

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Abstract

Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt kontinuierlich an, die Phase chronischer Erkrankungen beginnt dabei immer später im Leben. Diese compression of morbidity eröffnet der Gesundheitspolitik die Perspektive auf mehr gesunde Jahre in einem längeren Leben. Dabei spielt der Ausbau der Primärprävention eine unverzichtbare Rolle. Angesichts der großen, sozial bedingten Ungleichheit von Gesundheitschancen sind Interventionen von besonderem Interesse, die insbesondere sozial benachteiligte Menschen gut erreichen. Solche Interventionen zielen sowohl auf die Senkung von Gesundheitsbelastungen als auch auf die Vermehrung gesundheitsdienlicher Ressourcen, sie sind häufig krankheitsunspezifisch, sie berücksichtigen und verändern auch die Verhaltenskontexte und sie sind in hohem Maße partizipativ. Diese Voraussetzungen werden bislang v.a. von Projekten der betrieblichen Gesundheitsförderung durch Organisationsentwicklung und von multimodalen Gesundheitskampagnen erfüllt. An der Übertragung dieser Ansätze auf andere Settings bzw. Zielgruppen bzw. Themen wird gegenwärtig gearbeitet. Auch wenn Zahl und Qualität solcher Projekte bzw. Kampagnen erheblich vermehrt werden, können sie angesichts der - durch Bildung, Arbeitsmarkt und Einkommensverteilung - anhaltenden Produktion von sozial bedingter Ungleichheit von Gesundheitschancen keine vollständige Chancengleichheit herbeiführen.

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33 S.

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Discussion Papers; SP I 2008-303