Stadtraum Gürtel. Wien: Natur, Kultur, Politik.
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Wien
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ZLB: 2000/3903
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Abstract
Der Wiener Gürtel ist Kulturraum und Biotop gleichermaßen. Hier treffen sich Bau- und Architekturgeschichte, Verkehrstechnologie, menschlicher Lebensraum in vielerlei multikulturellen Facetten sowie eine seltsame städtische Tier- und Pflanzenwelt. Seit den 1870er Jahren angelegt, war der Gürtel als weiträumige äußere Ringstraße mit Grünanlagen konzipiert, ein Boulevard für die Mobilität der Kapitale Wien, aber auch ein Platz für erholungsbedürftige Städter. 100 Jahre später kennt man den zwischenzeitlich zur Prunkzone verklärten Stadtraum unter geänderten Vorzeichen: Verkehrshölle, Rotlichtmeile und prekärer Lebensraum für sozial benachteiligte Gruppen. Zur Wende ins 21. Jahrhundert setzt die Stadtverwaltung auf ein Remake lebenswerter Urbanität. Revitalisierungsbemühungen sollen ein neues Gürtel-Gefühl entstehen lassen. Eines war die breite Schneise zwischen Nußdorfer Straße, West- und Südbahnhof jedoch schon immer: eine Knotenlinie, ein Schnittpunkt der Verbindungen zwischen den Himmelsrichtungen und somit zwischen den gesellschaftlichen Kontrahenten. In diesem Sinne blieb dem Gürtel der frühere Charakter des Linienwalls erhalten: stadteinwärts leben ein Bürgertum und eine sozial gefährdete Mittelschicht, stadtauswärts vornehmlich alte Leute sowie türkische und jugoslawische Menschen, die das Leben der Märkte und Geschäfte bestimmen. Der Wiener Gürtel ist ein eigenes Universum, in dem Kultur und Natur eine Symbiose eingehen, die nur in einem traditionell großstädtischen Raum denkbar ist. difu
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156 S.