"Town and gown": Reallabore als Experimentierfeld kritischer Transformationsforschung in der urbanen Gesellschaft.

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Speyer

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0179-2318
2699-6057

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ZLB: Kws 108/408

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EDOC

Abstract

Städte und ihre Hochschulen werden häufig als eine Einheit wahrgenommen. Stadt und Universitäten sind somit untrennbar miteinander verwoben und profitieren auch jenseits dieser exzellenten Standorte voneinander, indem sie ihre gegenseitige Entwicklung fördern. In der aktuellen Wissensgesellschaft sollte „Town und Gown“ vor allem für eine wertzuschätzende Symbiose zwischen Stadt und Hochschule stehen. Denn Städte ebenso wie Hochschulen stehen heute nicht nur in einem globalen Wettbewerb um Ansehen, Einkünfte und kluge Köpfe, sondern sehen sich auch mit den großen gesellschaftlichen Herausforderungen konfrontiert, die vor allem lokal umgesetzt werden müssen. Die Transformationsforschung hat sich mit diesen Herausforderungen auseinandergesetzt und Methoden entwickelt, wie sich Wissenschaft und Forschung aktiv in die gesellschaftlichen Veränderungsprozesse einbringen können. Die seit einigen Jahren auf den Weg gebrachten Reallabore stellen hierfür neuartige, innovative und großformatige Forschungssettings dar. Anhand einer vergleichenden Analyse werden in diesem Band drei Reallabore in Heidelberg als Möglichkeitsräume für die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft in der urbanen Gesellschaft untersucht. Die besondere Konzentration von drei solchen Settings in Heidelberg macht es möglich, vergleichende Erfahrungen zu sammeln und daraus übergreifende Überlegungen und Handlungsempfehlungen zu generieren, die über die Region hinausreichen und deutschlandweit bedeutsam sein können. Anhand von vier abgeleiteten zentralen Bausteinen der Transformationsforschung (Lokalität, Wissenstransfer, Transdisziplinarität und Experimentalität) wird aufgezeigt, welche Voraussetzungen berücksichtigt werden müssen, um die wirklich drängenden gesellschaftlichen Herausforderungen aufzugreifen und zu deren Lösung beizutragen. Ziel dieses Beitrages ist es, Reallaborforschung trotz einiger Kritikpunkte als einen zeitgemäßen und geeigneten Ansatz zu verstehen, der das Methodenspektrum der Forschung erweitert, mit der Stadtgesellschaft in Beziehung tritt und daraus Erkenntnisse für gesellschaftliche Transformation gewinnt.
Urban real-world laboratories are solution-oriented interfaces that tackle most pressing social challenges particularly prevalent in cities. With their co-productive and transdisciplinary research formats, they reflect the new role of universities and knowledge institutions in urban society and contribute to critical transformation research. What possibilities do they offer for shaping the cooperation between university and city in a transformative way? To what extent do local contexts and the constellation of protagonists play a decisive role? How can real-world labs successfully foster knowledge transfer in/to urban society? Based upon a comparative analysis, three Heidelberg real-world labs are examined as windows of opportunities that offer spaces for cooperation between science, business, administration, and civil society. This article shows the prerequisites to deal with societal encounters involving diverse actors, themes, and contexts. This kind of transformative research is a suitable approach to broaden the spectrum of transdisciplinary research methods, to relate universities to urban society, and to contribute to urban-geographical theory formation. Central criteria for the transformative impact of the three real-world labs are locality, knowledge transfer, transdisciplinarity, and experimentality.

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26, XIV

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Speyerer Arbeitshefte; 249
WITI-Berichte; 8