Demographischer Wandel im ländlichen Raum. Anpassungsdruck und Anpassungsstrategien regional orientierter Unternehmen.

Leibniz-Institut für Länderkunde
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Leibniz-Institut für Länderkunde

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Leipzig

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0943-7142

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EDOC

Abstract

Auf der Grundlage eines von Porter und Harrigan in den 1980er Jahren entwickelten Modells der Wettbewerbsstrategien für schrumpfende Märkte leiten wir für das Fallbeispiel Oberfranken in einer explorativen Fallstudie unterschiedliche Kategorien betrieblicher strategischer Anpassungsreaktionen, sog. Anpassungsstrategien, für regionale Absatzmärkte ab. Die Studie identifiziert eine große Bandbreite innovativer Strategien in diesem Bereich, die die Unternehmen in der Fallregion überwiegend zur Marktbehauptung am schrumpfenden Standort entwickeln und die ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig unterstützen können. Das Problembewusstsein und ein davon abgeleiteter Anpassungsdruck im Bereich der Absatzmärkte und die Art der Strategiebildung sind jedoch stark branchenabhängig. Ein Anpassungsdruck über die regionalen Absatzmärkte bildet nur für wenige Unternehmen aus bestimmten Branchen einen Auslöser für eine proaktive Strategiebildung in Anpassung an mittel- und langfristig absehbare Markt- und Nachfrageveränderungen durch die demographische Entwicklung. Zu einem eher kurzfristig-reaktiven Verhalten tragen verschiedene Faktoren bei, u.a. Ressourcendefizite aufgrund der ausgeprägten KMU-Struktur in der Fallregion, eine unzureichende Sensibilisierung für die sich abzeichnenden Chancen bzw. Herausforderungen auf den regionalen Absatzmärkten und Defizite in der wirtschaftspolitischen Unterstützung. Aus der Fallstudie wird deutlich, dass der langfristige Zeithorizont prognostizierter demographischer Marktveränderungen und der prozesshafte Charakter dieser Einflüsse besonders die adaptive Strategiebildung von KMU hemmen, die allgemein eine eher kurz- und mittelfristig orientierte Unternehmensplanung (wenn überhaupt) aufweisen.

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Europa regional

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Nr. 1

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S. 41-55

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