Kinderarmut in der Bundesrepublik Deutschland. Ursachen, Folgen und der Einfluss des Wohlfahrtsstaates.

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DE

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Potsdam

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1612-6602

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Zusammenfassung

Als Repräsentanten eines je unterschiedlichen wohlfahrtsstaatlichen Typus werden die Länder Bundesrepublik Deutschland, Schweden und die USA vor dem Hintergrund der jeweiligen wohlfahrtsstaatlichen Ausrichtung in ihren staatlichen Sozialleistungen, ihrer Familienpolitik und den Arbeitsmarktbedingungen voneinander unterschieden, um darauf aufbauend zu prüfen, welche Faktoren Kinderarmut begünstigen und welche sozialpolitischen Maßnahmen sowie Faktoren entscheidend für die Reduzierung der Kinderarmut sind. Zusammenfassend zeigen die Untersuchungen, dass in Deutschland durch die derzeitigen Transferzahlungen für Kinder und Familien zwar die Anzahl der vom Armut betroffenen Kinder reduziert wird, diese aber insgesamt vergleichsweise wenig Wirkung zeigen und somit, wie der Ländervergleich zeigt, die familienpolitischen Leistungen in die falsche Richtung zielen. Daher kommt dem Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten in Deutschland eine entscheidende Bedeutung zu, die von der Politik bereits erkannt wurde, indem sie sich das Ziel setzt, bis 2013 das Angebot an Krippenplätzen bundesweit auszubauen und damit den ersten Schritt in Richtung Vereinbarkeit von Familien und Beruf macht. Denn nur über eine externe Betreuung können Einkommensverluste reduziert und der Wiedereinstieg von Müttern in den Beruf erleichtert werden. Durch die verstärkte Integration von Frauen in die Erwerbsarbeit könnte somit das Risiko der Einkommensarmut von Familien, insbesondere von Alleinerziehenden, entscheidend reduziert und gleichzeitig der Entstehung zukünftiger Armut infolge von Bildungsbenachteiligung entgegengewirkt werden. Eine erfolgreiche Umsetzung dieser Pläne würde sich zudem in der Geburtenrate Deutschlands widerspiegeln. Der Lösungsansatz liegt somit in der Familienpolitik. In diesem Zusammenhang wird mit den geplanten Investitionen in den Ausbau der Kinderbetreuung ein Meilenstein auf dem Weg zu einem kinderfreundlicheren Deutschland gelegt.

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35 S.

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Potsdamer Beiträge zur Sozialforschung; 31