Transurbane Konsumräume. Typologie und Ästhetik großflächiger Einzelhandelsaggregate in der deutschen Zwischenstadt unter besonderer Berücksichtigung gebauter Beispiele von 1990 bis 2007.

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Aachen

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Transurbane Konsumräume sind ein Sammelbegriff für die städtebaulichen und architektonischen Erscheinungsformen, die im Gefolge der Suburbanisierung des Einzelhandels in Deutschland seit 1960 entstanden sind. Die Grundlagenstudie liefert die erste umfassende Darstellung einzelhandelsbestimmter Räume in der deutschen Zwischenstadt aus der Perspektive von Städtebauern und Architekten. Sie gründet auf drei Säulen: Chronologie, Typologie und Feldstudien. In der Chronologie Transurbaner Konsumräume werden die Entstehungsbedingungen dieser Raumkategorie erforscht und von 1950 bis 2007 nachgezeichnet. Im Ergebnis zeigt sich, dass die enge Bindung des Einzelhandels an die Stadt in Teilen verloren gegangen ist. In der Typologie werden acht prototypische Zentren- und Lagetypen des außerstädtischen Einzelhandels definiert und nach standort- und funktionsorientierten Kriterien analysiert. Die dritte Säule sind detaillierte Feldstudien zu ausgewählten Objekten, die jeweils einen spezifischen Baustein der Typologie Transurbaner Konsumräume näher untersuchen. Aus den detaillierten Analysen wird eine Kritik der Ästhetik Transurbaner Konsumräume formuliert, die in drei Kernpunkten besteht. Diese sind: 1. Die Komplexitätsreduktion durch städtebauliche Kontextverweigerung, 2. Die Homogenisierung gebauter Raumbilder und die Exklusion nicht konsumkonformer Nutzungsarten und Nutzergruppen, und 3. Die Substitution von Urbanität durch Hyporealität. Die Unterscheidung von Innenstadt und Zwischenstadt wird zumindest bei den konsumbestimmten Räumen in Zukunft abnehmen. Einer raumbildlichen Pseudo-Urbanisierung der Zwischenstadt steht eine Transurbanisierung der Innenstadt entgegen, die insbesondere durch den Siegeszug der Einkaufszentren und Fachmarktzentren verursacht wird. Als Leitideen für den zukünftigen Umgang mit dieser Raumkategorie werden Kooperation, Integration, Hybridisierung, Konnektivität und Gestaltqualität formuliert.

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XII, 496 S.

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