Europäische Integration 1870-1914. Lehren für die Gegenwart.

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DE

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Baden-Baden

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1610-7780

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Abstract

Die aktuelle Krise in der EU ist nicht nur das Resultat des üblichen Kampfes der europäischen Akteure um mehr politische Macht. Sie ist auch eine Krise konkurrierender Denkmuster: Wie kann Europa sich weiterentwickeln, wenn die "Dekonstruktion" der EU oder "mehr Europa" die einzigen Handlungsoptionen zu sein scheinen? Während die Desintegration Europas als wenig wünschenswert erscheinen muss, birgt jeder weitere Integrationsschritt das Risiko, das breite Spektrum europaskeptischer Kräfte weiter zu stärken. Europa und den Nationalstaat auszusöhnen wird deshalb für die nahe Zukunft eine wichtige Aufgabe sein. Im Folgenden wird vorgeschlagen, die Jahrzehnte vor dem Ersten Weltkrieg in dieser Hinsicht einem genaueren Blick zu unterziehen. Trotz der verbreiteten Annahme, dass in der genannten Epoche der Nationalstaat erheblich an Bedeutung gewann, handelt es sich auf ökonomischer wie sozialer Ebene um eine Zeit verstärkter europäischer Integration. Der Aufsatz argumentiert, dass Nationalstaat und europäische Integration zwei Seiten derselben Medaille sind, und dass die Erfahrungen der Jahre von 1870 bis 1914 voller Hinweise darauf sind, wie der Prozess der europäischen Integration auf eine Weise organisiert werden kann, die gleichzeitig auch den Nationalstaat stabilisiert.

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Zeitschrift für Staats- und Europawissenschaften

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Nr. 4

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S. 507-528

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