Eine Lehre mit kleinem Kind - wie passt das zusammen?

Alternative Kommunalpolitik
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Alternative Kommunalpolitik

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Bielefeld

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0941-9225

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ZLB: Kws 740 ZB 6736
BBR: Z 555

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Abstract

Schule, Ausbildung, Beruf - die vermeintlich klare Reihenfolge kann ins Stocken geraten, wie etwa durch eine Schwangerschaft oder die Pflege eines Angehörigen. Als berufliche Einstiegsalternative bietet sich für die Betroffenen eine Ausbildung in Teilzeit an. Das Modell der Teilzeitausbildung hat Vorteile sowohl für die Unternehmen als für die Auszubildenden: Die ausbildenden Betriebe gewinnen frühzeitig Fachkräfte und die Auszubildenden bekommen auf ihre individuelle Situation zugeschnittene Ausbildungsverträge. In dem Beitrag werden die Rahmenbedingungen einer Berufsausbildung in Teilzeit erläutert: Wer ein berechtigtes Interesse nachweist, kann nach Paragraph 8 Berufsbildungsgesetz (BBiG) eine Berufsausbildung in Teilzeit machen, entweder mit einer Verlängerung der Ausbildungszeit und mindestens 20 Stunden pro Woche oder ohne verlängerte Gesamtausbildungszeit mit 25 bis 30 Stunden pro Woche. Ein besonderer Grund sind neben familiären Pflichten auch zum Beispiel das Ausüben von Leistungssport. Die Zahlen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) weisen aus, dass das Angebot noch zu wenig genutzt wird. So waren im Jahr 2014 nur 0,4 Prozent der Ausbildungsverträge Teilzeitverträge, wobei der Frauenanteil 82 Prozent betrug. Ein Grund dafür ist, dass das Angebot in der Praxis nur mit großem Aufwand für die Betroffenen umzusetzen ist, wie beispielsweise der zumindest teilweise Besuch der meist ganztägigen Berufsschule. Außerdem ist die Sicherung des Lebensunterhaltes eine große Herausforderung. Zwar lassen sich die Finanzierungsprobleme in den meisten Fällen lösen, aber es ist kompliziert. Kommunen, Agentur für Arbeit und Jobcenter, Wirtschaft und Kammern, Wirtschaftsförderer und Jugendhilfe sollten gemeinsam praktikable Lösungen finden, damit gerade junge Menschen eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt jenseits von Jobs im Niedriglohnsektor bekommen.

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AKP. Fachzeitschrift für Alternative Kommunalpolitik

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Nr. 4

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S. 30-31

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