Die Des-/Artikulation der Bayreuther Kulturpolitik anhand temporärer Leerstandsnutzung.

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Bayreuth

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Das kommunalpolitische Ressort "Kultur" ist inzwischen zu einem umkämpften Signifikanten bei wirtschaftlichen, sozialen und stadtplanerischen Streitfragen geworden. Die touristische Vermarktung Bayreuths als "Kulturstadt" und das laufende Verfahren zur Aufstellung eines Kulturentwicklungsplans machen deutlich, wie mit strukturellen Problemen der kulturellen Infrastruktur begegnet werden soll. Ziel der Arbeit ist es, zum einen die Zwischennutzung zu beleuchten und das Ganze auf den Spezialfall zwischengenutzter Leerstände durch Kulturschaffende zu konkretisieren. Das Konzept der Zwischennutzung wird von offizieller Seite primär als Notlösung zur Aufwertung von Brachen und Leerständen gesehen, dessen Rechtfertigung darin begründet ist, eine Immobilie auf dem Markt bekannter und attraktiver zu präsentieren. Demgegenüber sehen die ZwischennutzerInnen vor allem eine Chance zur Erprobung und Verwirklichung von Ideen, die auf konventionellem Weg an finanziellen und rechtlichen Hürden nicht durchführbar wären. Dabei nutzen sie eine günstige Gelegenheit im Stadtgefüge aus. Besonders ist den Kulturschaffenden bei einer Zwischennutzung die Sichtbarkeit im öffentlichen Raum wichtig. Somit kommen beide Seiten über unterschiedliche Rationalitäten auf einen gemeinsamen Nenner.

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III, 91 S.

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