Kulturpolitik in ländlichen Räumen. Eine Untersuchung von Akteuren, Strategien und Diskursen am Beispiel des Landes Niedersachsen.

Lade...
Vorschaubild

Datum

Zeitschriftentitel

ISSN der Zeitschrift

Bandtitel

Herausgeber

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Hildesheim

Sprache

ISSN

ZDB-ID

Standort

Dokumenttyp

Dokumenttyp (zusätzl.)

DI
EDOC

Zusammenfassung

Kulturpolitik in Deutschland ist in erster Linie städtische Kulturpolitik, die auf städtische Infrastruktur und Nutzergruppen ausgerichtet ist. Die Spaltung kultureller Teilhabe ist deshalb neben soziodemografischen Faktoren auch regional strukturiert. Auch wenn der ländliche Raum in aktuellen kulturpolitischen Diskursen implizit eine Rolle spielt, u. a. bei den Themenfeldern Demografischer Wandel, Regionalentwicklung oder Zivilgesellschaft, werden die strukturellen und sozialen Besonderheiten dieses Raums und deren Relevanz für Kulturpolitik aber nicht explizit thematisiert. Ein starkes Gefälle zwischen den Diskursen, die Themen städtischer Kulturpolitik betreffen, und denen der Kulturpolitik für ländliche Räume kennzeichnet daher das kulturpolitische und das kulturpolitikwissenschaftliche Feld. Dennoch gibt es eine Vielzahl von Akteuren, die kulturpolitisch im ländlichen Raum aktiv sind, über deren kulturpolitisches Wirken bisher wenig bekannt ist. Im Rahmen einer Politikfeldanalyse wird mit Hilfe von 28 Experteninterviews das (kultur-)politische Handeln von Akteuren ländlicher Kulturpolitik im Bundesland Niedersachsen untersucht, um herauszufinden, welche Akteure mit welchen Zielen Kulturpolitik für den ländlichen Raum betreiben und ob dabei strukturelle und soziokulturelle Besonderheiten des ländlichen Raums berücksichtigt werden. Ziel der Arbeit ist es damit zum einen, eine empirisch gestützte Ortsbestimmung von Kulturpolitik in ländlichen Räumen und für ländliche Räume in Niedersachsen vorzunehmen, und zum anderen Aspekte zu identifizieren, die eine gegenstandsangemessene Kulturpolitik für den ländlichen Raum leiten können. Darüber hinaus möchte die Arbeit einen Beitrag zur Theoriebildung im Rahmen der Kulturpolitikwissenschaft leisten. Insbesondere politikwissenschaftliche Ansätze haben bisher nur vereinzelt Eingang in die Kulturpolitikforschung gefunden. Deshalb soll überprüft werden, inwiefern politikwissenschaftliche Theorien wie der akteurszentrierte Institutionalismus sowie Governance-Theorien für die Kulturpolitikforschung nutzbar gemacht werden können.

Beschreibung

Schlagwörter

Zeitschrift

Ausgabe

item.page.dc-source

Seiten

307 S.

Zitierform

item.page.dc-subject

item.page.dc-relation-ispartofseries