Zur Einführung des Zeitfaktors in die Theorie der zentralen Orte. Walter Christaller zum Gedenken. (1893-1969).
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1969
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SEBI: Zs 1505
BBR: Z 55a
IRB: Z 892
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IRB: Z 892
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Zusammenfassung
Walter Christaller formulierte die Theorie der zentralen Orte vor mehr als 35 Jahren. Die aktuelle politische Brisanz des Themas zwingt jedoch dazu, die Gültigkeit der Theorie der zentralen Orte für das heutige und zukünftige Siedlungsgefüge zu überdenken. Das von Christaller erkannte Formprinzip der Landschaftsstruktur (regelmäßiges Wabenschema der Bezugsgebiete) setzt eine im Raum dispers verteilte Basisbevölkerung (Landwirtschaft und Rohstofferzeugung) voraus bei untergeordneter Bedeutung der interregionalen Arbeitsteilung. Diese für Christaller noch nahezu selbstverständlichen Anfangsbedingungen stimmen in einer Industriegesellschaft nicht mehr mit der Wirklichkeit überein. Die Zusammenhänge zwischen dem Rang, der Größe, der Struktur und der räumlichen Zuordnung von zentralen Orten können unter Vernachlässigung des Formprinzips mathematisch formalisiert werden. Dabei ermöglicht die besondere Randbedingung von Schwellenwerten für die branchenspezifische Bezugsbevölkerung zentraler Einrichtungen gewisse ceteris paribus-Betrachtungen, die den Einfluß von zeitabhängigen Variablen erkennen lassen. Als zeitabhängige Variable werden die vorhandene Einwohnerzahl von Bezugsgebieten sowie der Lebensstandard bezeichnet. Über den technischen Fortschritt bzw. über die sich verbessernde technische Ausstattung des Raumes mit spezialisierten und leistungsfähigen Infrastruktursystemen wird sowohl die Einwohnerzahl des Bezugsgebietes (über die Erreichbarkeit) als auch der Lebensstandard (Mobilität durch Motorisierung) relativiert. Die Untersuchungsergebnisse werden ideologiekritisch besonders auf die Bewertung der Konkurrenz zwischen der City und peripheren Stadtrandzentren sowie auf die Ausbaumöglichkeiten von niedrigrangigen zentralen Orten im ländlichen Raum angewandt.
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Archiv für Kommunalwissenschaften, Stuttgart 8 (1969), 1, S. 68-90, Abb.; Lit.; Zus., engl., franz.