Bezugnahme auf einen Landkreis während der Kreisgebietsreform und nach seiner Auflösung durch die Reform. Eine Untersuchung zum ehemaligen Landkreis Wasserburg.

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München

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ZLB: 96/662-4

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DI

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Abstract

Gefragt wird, ob ein Landkreis - neben seiner administrativen Funktion - auch einen Raum darstellt, auf den sich ein Regionalbewußtsein seiner Bevölkerung bezieht. Diese Frage wird am Beispiel des 1972 aufgelösten Kreises Wasserburg untersucht. Er hob sich unter den bayerischen Kreisen durch die vehementen Bürgerproteste gegen die Auflösung hervor. Zunächst wird der Frage nachgegangen, ob diese Proteste als Ausdruck eines besonders intensiven Heimatbewußtsein zu bewerten sind. Die Heftigkeit der Proteste ließ sich jedoch nur durch das Skandalisierungsmuster der Kreisauflösung erklären sowie durch die günstigen Mobilisierungsstrukturen, in die die politischen Hauptakteure eingebunden waren. Im zweiten Teil werden die bis heute weiterbestehenden Bezüge zum ehemaligen Landkreis untersucht, u. a. am Beispiel von Institutionen wie der Wasserburger Zeitung. Dabei zeigte sich eine abnehmende Orientierung am alten Landkreis. Offenbar kann ein Regionalbewußtsein nur dann an Administrativräumen in der Größenordnung von Kreisen ansetzen, wenn sie eine positive historische Aufladung besitzen. kmr/difu

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ca. 120 S.

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