Antisemitismus als Problem und Symbol. Phänomene und Interventionen in Berlin. 2., korr. Aufl.

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DE

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Berlin

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1617-0253

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ZLB: Kws 738/8:52

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EDOC

Abstract

Ausgangspunkt der Untersuchung war der Eindruck, dass die Einschätzungen von Art und Ausmaß aktueller antisemitischer Phänomene in Berlin uneinheitlich ausfallen: Es finden sich ebenso skandalisierende wie auch neutralisierende Bewertungen. Wie erklären sich derartige Unterschiede? Wer beobachtet das Ausmaß von Antisemitismus und mit welchen Instrumentarien wird dabei gearbeitet? Weitere Fragen kamen hinzu: Welche Konzepte von Antisemitismus liegen den Lageeinschätzungen zugrunde? In Berlin existieren viele Freie Träger und NGOs, die Bildungsarbeit zum Thema Antisemitismus anbieten. Unter welchen institutionellen, organisatorischen und förderungspolitischen Rahmenbedingungen erfolgt diese Arbeit? Wen erreichen diese Angebote und wie wird die Auseinandersetzung mit Antisemitismus pädagogisch ausgestaltet? Was sollte dabei künftig berücksichtigt werden? Die Untersuchung bestätigt den Ausgangseindruck, dass sich im Akteursfeld das Spektrum der maßgeblichen Konzepte, Bewertungen und Kontextualisierungen des Antisemitismus zwischen den beiden Polen von pessimistischen und abwägenden Positionen entfaltet. Summarisch-abstrahierenden Bewertungen stehen kontextualisierende und konkretisierende Beschreibungen und Erklärungsversuche antisemitischer Phänomene gegenüber. Typisch für viele Bildungsanbieter sind Unsicherheiten in der begrifflichen Bestimmung von Antisemitismus bis hin zum Fehlen expliziter Definitionen. Gleichwohl wird häufig eine Sonderstellung des Antisemitismus gegenüber anderen Formen von Rassismus betont. In den Widersprüchen und argumentativen Leerstellen dokumentiert sich der exzeptionelle Rang des Themas und damit die dominante Prägung durch eine Kultur historischen Erinnerns.

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138 S.

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Berliner Forum Gewaltprävention; 52