Natürlicher Prozess. Vererdung von Klärschlamm als nachhaltiges Kreislaufkonzept.
Deutscher Fachverl.
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Deutscher Fachverl.
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DE
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Frankfurt/Main
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0933-3754
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ZLB: Zs 5887
BBR: Z 551
BBR: Z 551
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Abstract
Büsum ist der drittgrößte Urlaubsort an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste. Der Tourismus führt in der auf 48.000 Einwohnerwerte ausgelegten Kläranlage, an die auch zwei Nachbargemeinden angeschlossen sind, saisonal zu einem stark schwankenden Abwasser- und Klärschlammanfall. Bis Ende der 1990er Jahre wurde im Büsumer Klärwerk der Klärschlamm mit einer mechanischen Schlammpresse entwässert. Doch die Anlage war an ihr Limit gekommen und außerdem wollten die Landwirte der Umgebung den gekalkten Schlamm nicht mehr auf ihren Flächen ausbringen. Die Gemeinde suchte daher ein alternatives Verfahren mit möglichst hohem Entwässerungsgrad. Als günstige und gleichzeitig langfristig kostensichere Option empfahl sich die Klärschlammvererdung. Eine Machbarkeitsstudie und konkrete Voruntersuchungen zeigten, dass das Volumen der Restschlammmenge bei der Vererdung um mehr als 90 Prozent reduziert werden würde, bei gleichzeitig geringerem Personalbedarf. Außerdem würde die Vererdungsanlage es schaffen, die im Sommer durch den Tourismus auftretenden Spitzenwerte aufzufangen. So ging die neue Anlage im Juli 1999 an den Start. In dem Beitrag wird das in Büsum gewählte Verfahren der biologischen Klärschlammentwässerung beschrieben. Insgesamt wurden vier mit Schilf bepflanzte Vererdungsbeete mit einer Fläche von 10.200 Quadratmetern angelegt. Auch nach nun dreizehn Jahren Betrieb funktioniert die Vererdung und sämtliche Planungsvorgaben wurden eingehalten. Das Endprodukt der natürlichen Klärschlammentwässerung ist ein erdiges, kompostartiges Düngemittel, das alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt.
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Entsorga-Magazin
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Nr. 9
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S. 38-39