Haushaltsnahe Dienstleistungen in Hessen. Modul 1: Empirische Ermittlung des Bedarfs an haushaltsnahen Dienstleistungen. Modul 2: Bedarfsanalyse bezogen auf Haushalte älterer hilfs- bzw. pflegebedürftiger Personen. Modul 3: Nachfrage von privaten Haushalten nach Handwerkerdienstleistungen.

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ZLB: 4-2008/2164-1.2.3.

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Abstract

Die Nachfrage nach haushaltsnahen Dienstleistungen ist größer als angenommen, wie die dreiteilige Untersuchung zeigt. Modul 1: Mit rund 1,4 Mio. Haushalten nimmt etwa jeder zweite Haushalt in Hessen externe Dienstleister für haushaltsnahe Dienstleistungen in Anspruch. Der Nachfrage entspricht nach Modellrechnungen ein Beschäftigungspotenzial von etwa 66.000 Vollzeitstellen. 440.000 dieser Haushalte haben eine Haushaltshilfe für Dienstleistungen im Haus wie Putzen, Waschen, Kochen. Damit ist dieser "klassische Kernbereich" wesentlich verbreiteter als es die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten vermuten lässt. Offenbar wird ein wesentlicher Anteil durch Angebote der Schattenwirtschaft erbracht. Rund 30 % der Haushalte planen bisher selbst erledigte Arbeiten im Haushalt zukünftig von externen Dienstleistern erledigen zu lassen; ein "Netto-Neueffekt" von beinahe 300.000 zusätzlichen Kunden. Modul 2: Von älteren Personen werden überdurchschnittlich häufig Dienstleistungen im Haus und im Bereich Gesundheit und körperliches Wohlbefinden nachgefragt. Diese Haushalte zeigen sich kostenbewusst und legen gesteigerten Wert auf eine zuverlässige und qualitative Leistungserbringung. Modul 3: Im Bereich der handwerklichen Tätigkeiten ist eine anhaltend hohe Nachfrage zu verzeichnen. Eine zwar höhere Zahlungsbereitschaft steht aber dennoch in krassem Kontrast zu den Kosten und den hohen Qualitätsanforderungen bei Handwerksleistungen, was insbesondere hier zur Problematik der Schwarzarbeit führt. Erkennbar sind neue Trends bei den Anbietern wie höhere Service- und Kundenorientierung sowie neue zielgruppenspezifische Angebote aufgrund des demographischen Wandels.

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Report; 721, 722, 723