Auswirkungen des demographischen Wandels auf Stadtentwicklung und Bauwirtschaft.

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
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Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

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DE

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Bonn

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0303-2493

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ZLB: 4-Zs 2548
BBR: Z 703
IFL: Z 0073

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Abstract

In der Stadtentwicklung wurden im Hinblick auf den demografischen Wandel mehrere große Projekte und Programme eingerichtet, z. B. "Stadtumbau Ost", "Stadtumbau West' oder "Modellvorhaben der Raumordnung". Teil der "demographischen Aufgabe" ist die Entwicklung zukunftsfähiger Wohn- und Siedlungsmodelle einschließlich der erforderlichen Infrastrukturen, da der demographische Wandel nicht nur ursächlich, sondern auch katalytisch wirkt (z.B. indem bei schrumpfender Bevölkerung Ansprüche an Wohnqualitäten eher realisiert werden können). Doch handelt die Mehrheit der Bau- und Immobilienwirtschaft noch immer eher nach der Devise, dass man "sowieso nichts tun" kann. In der Immobilienwirtschaft erschwert zudem ein eklatanter Interessenkonflikt gerade dann Lösungen, wenn über Schrumpfungsprozesse Leerstände entstehen, die den Abriss von Geschossen oder sogar ganzen Gebäuden nahe legen. So muss trotz intensiver Auseinandersetzung mit dem demographischen Wandel davon ausgegangen werden, dass für die konkret in der gewerblichen Praxis stehenden Unternehmen und Einrichtungen ebenso wie für die Kommunen noch erheblicher Informationsbedarf besteht. Nicht nur der Transfer von bereits vorliegenden Kenntnissen, sondern auch die Erhebung kleinräumiger Daten steht häufig noch aus. Nur so lassen sich darauf aufbauende weiter gehende Lösungen und Strategien entwickeln. Bau- und Immobilienwirtschaft können über das Entwickeln von Umgangsweisen mit den Folgen des demographischen Wandels einen nachhaltigen wirtschaftlichen Gewinn erzielen. Dieser Wandel ist als Faktum und als Chance zu erkennen. Von der Entwicklung lokaler und regionaler Potenziale brachgefallener Grundstücke bis zur Schaffung von Finanzierungsmodellen für selbstverwaltete, generationenintegrierende Wohnformen reicht hier die Spanne. Erforderlich sind innovative Strategien, die z. B. in der Etablierung eines akteursorientierten Kompetenznetzwerks liegen könnten. Technische Lösungen müssen mit nichttechnischen zusammengebracht werden. Dies kann am besten in einem unternehmens- und kommunenübergreifenden Prozess geschehen, den es zu initiieren gilt. difu

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Nr. 10

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S. 553-565

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