Reichenbach - erst rechnen und schauen, dann bauen.
Gemeindetag Baden-Württemberg
item.page.uri.label
Loading...
Date
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
Gemeindetag Baden-Württemberg
item.page.orlis-pc
DE
item.page.orlis-pl
Stuttgart
item.page.language
item.page.issn
item.page.zdb
item.page.orlis-av
ZLB: 4-Zs 1723
BBR: Z 333
BBR: Z 333
item.page.type
item.page.type-orlis
relationships.isAuthorOf
Abstract
Der demographische Wandel macht auch nicht vor der Siedlungspolitik der Kommunen halt: Neue Baugebiete werden sich mangels junger Familien immer schlechter füllen lassen. Gleichzeitig wird die Zahl der leer stehenden Wohnungen aufgrund der Überalterung zunehmen. Eine vorausschauende Siedlungs- und Infrastrukturplanung ist deshalb notwendiger denn je. Das Leitbild "Innenentwicklung vor Außenentwicklung" ist dabei hilfreich. Für eine wirksame Innenentwicklung muss eine Gemeinde zunächst ihr Potenzial im Siedlungsbestand kennen und dabei auch die zukünftigen Reserven erheben. Neben Baulücken und Brachflächen müssen die aktuell leer stehenden Gebäude und Wohnungen erfasst und zusätzlich die vom Leestand bedrohten Gebäude und Wohnungen erfasst werden. In dem Beitrag wird in diesem Zusammenhang das Vorgehen der Gemeinde Reichenbach an der Fils im Landkreis Esslingen beschrieben. Die abnehmende Bevölkerungszahl veranlasste die Gemeinde, eine "Analyse des Flächenpotenzials im Siedlungsbestand" in Auftrag zu geben. Zunächst wurde der Wohnraumbedarf bis zum Jahr 2030 ermittelt, wobei berücksichtigt wurde, dass der Wohnraumbedarf auch bei sinkender Bevölkerungszahl steigt, weil steigende Ansprüche der Wohnbevölkerung eine höhere Pro-Kopf-Wohnfläche bewirken. Doch für diesen rechnerischen Mehrbedarf an Wohnfläche müssen keine neuen Baugebiete ausgewiesen werden, weil die Gemeinde über eine ausreichende Reserve an bereits bestehenden Bauplätzen, Baulücken und erweiterbaren Gebäuden im Siedlungsbestand verfügt. Doch das größte Potenzial steckt in den bereits vorhandenen Wohnungen, denn in Reichenbach stehen bereits heute viele Wohnungen leer und auf der Basis der Altersstruktur wurde errechnet, dass bis zum Jahr 2030 drei- bis viermal so viele Wohnungen frei werden wie heute. Hier gilt es, durch attraktive Angebote Nachfrage zu mobilisieren.
Description
Keywords
Journal
Die Gemeinde
item.page.issue
Nr. 5
item.page.dc-source
item.page.pageinfo
S. 199-200