The Berlin "Großstadt-Dokumente". A forgotten precursor of the Chicago School of Sociology.
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DE
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Berlin
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ZLB: 2001/1861-4
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Zusammenfassung
Die insgesamt 51 Bände der Schriftenreihe Großstadt-Dokumente, die in den Jahren 1904 bis 1908 erschienen sind, fügen sich mosaikartig zu einem Panorama der modernen Metropole. Während die Berliner Reihe von den Vertretern der zeitgenössischen Soziologie in Deutschland ignoriert worden ist, wurde sie von der Gründergeneration der Chicago School of Sociology intensiv rezipiert. Die Rezeption in Chicago war darauf angelegt, aus der Mischform journalistischer, literarischer und wissenschaftlicher Schreibweisen, die für die Großstadt-Dokumente charakteristisch ist, die soziologischen Anteile herauszufiltern. Das 'Beobachtungsmaterial', das der Herausgeber Hans Ostwald und seine Koautoren zusammengetragen haben, ist von Louis Wirth in die Terminologie der amerikanischen Stadtforschung übersetzt worden. So gaben die Großstadt-Dokumente ein zu Beginn des 20. Jahrhunderts einzigartiges Modell für den Forschungsstil ab, der später zum Markenzeichen der Chicago School geworden ist: die Erkundung städtischer Milieus, die in einem kollektiven Arbeitszusammenhang erfolgt und dem Ethos einer urbanen Ethnographie verpflichtet ist. Dieser Forschungsstil ist von den Repräsentanten der frühen deutschen Soziologie mit dem Schlagwort des 'Amerikanismus' belegt und mit dem Vorwurf der 'Theorielosigkeit' bedacht worden. difu
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25 S.
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Discussion papers; FS II 01-502