Berliner Forum Gewaltprävention. Themenschwerpunkt: Männliche Sozialisation und Gewalt. Dokumentation des 6. Berliner Präventionstages (am 24.11.2005).
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Berlin
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1617-0253
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ZLB: 4-Zs 6576-24.2006
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KO
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Abstract
Das Motto des 6. Berliner Präventionstags trägt der Tatsache Rechnung, dass laut Kriminalstatistik vorwiegend männliche Personen im Bereich der Gewaltdelinquenz auffällig werden. Im Hauptreferat wird darauf hingewiesen, dass Gewalt eine Tätigkeit sei, mit der soziale Ordnung hergestellt werde. Gewalt zerstöre nicht nur soziale Ordnung, sie diene auch der Aufrechterhaltung von sozialer Ordnung. Gewalt sei ein Ordnungsproblem und ein Ordnungsfaktor zugleich. Das werde nirgendwo deutlicher als mit Blick auf die Geschlechterordnung, auf die Ordnung der Beziehungen von Männern und Frauen wie auch von Männern untereinander. Als persönlich von häuslicher Gewalt Betroffener problematisiert der Schauspieler Jochen Senf in seinem Vortrag die Tatsache, dass mit beklemmender Konsequenz die Traumata und alle damit verbundenen Dissoziierungen der vielen Jungen, die Opfer von Gewalt würden, ignoriert und nicht wahrgenommen werde. Die tagungsbegleitenden Foren setzten sich mit unterschiedlichen Aspekten des Themas auseinander; dabei wurden Konzepte von Männlichkeit in einer kulturübergreifenden, historischen und sozialökonomischen Perspektive diskutiert. Im Zentrum standen dabei Männlichkeitsbilder aus dem Bereich islamisch und christlich geprägter Kulturen sowie die Frage, ob unterschiedliche Vorstellungen von Männlichkeit eher auf kulturelle Differenzen oder auf sozialökonomische Entwicklungen zurückzuführen seien. Im Referat "Starke Typen - starke Jungen!?" stehen die Fragen im Mittelpunkt, welche Männerbilder in den Medien angeboten werden und welche medienpädagogischen Einflussmöglichkeiten Elternhaus und Schule haben, um Kindern und Jugendlichen einen kritischen Umgang zu ermöglichen. Das Forum "Jungenstreiche oder Jungendelinquenz?" unternimmt den Versuch, die Schnittstelle zwischen tolerierbarem Verhalten und gesellschaftlich nicht tolerierbarem Gewaltverhalten zu fokussieren. Das Forum "Unter uns - von Männern und Prügelknaben" geht auf die Tatsache ein, dass Gewalt insgesamt vorwiegend von Männern/Jungen gegen Männer/Jungen ausgeübt wird. Welche Schlüsse sind aus dieser geschlechtsspezifischen Dimension von Gewalt für die Präventionsarbeit abzuleiten? Führen Erkenntnisse aus der Opferforschung zu neuen Präventionsansätzen? Die abschließende Podiumsdiskussion thematisiert die Jungenarbeit in Kita und Schule: Welche geschlechtsspezifischen Ansätze gibt es in den Bereichen Jugendhilfe und Sport zum Umgang mit Jungen im Hinblick auf Gewalt? Was kann geschlechtsbewusste Pädagogik in diesem Zusammenhang leisten? difu
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156 S.
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Berliner Forum Gewaltprävention; 24/2006