Renquishausen - eine Gemeinde wird zum Energielieferanten.
Gemeindetag Baden-Württemberg
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Herausgeber
Gemeindetag Baden-Württemberg
Sprache (Orlis.pc)
DE
Erscheinungsort
Stuttgart
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ZLB: 4-Zs 1723
BBR: Z 333
BBR: Z 333
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Zusammenfassung
In Renquishausen, einem Dorf auf der Schwäbischen Alb, wird seit dem Jahr 1996 nach energetischer Unabhängigkeit gestrebt. Lange bevor landesweit Kapitalgesellschaften für Windkraftanlagen gegründet wurden, stehen vier Windräder auf der Gemarkung und erzeugen jährlich zirka 1,6 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom. In dem Beitrag werden die Maßnahmen beschrieben, die das Dorf vom Energiebezieher zum Energielieferanten machen. Ein landwirtschaftlicher Betrieb errichtete eine Biogasanlage, mit der im Jahr über 4 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt werden, und Solaranlagen und Fotovoltaikanlagen auf vielen Dächern des rund 750 Einwohner zählenden Ortes mit einer Einspeisung von jährlich über 600.000 Kilowattstunden dokumentieren eine fortschrittlich denkende Bevölkerung. Hierfür erreichte Renquishausen bei der Landeswertung der Solarbundesliga den zweiten Platz. Da bei der Stromerzeugung durch Biogas viel Wärme frei wird, wurde die Idee geboren, die Wärme für die Gebäude in Renquishausen zu nutzen. Eine Energieeffizienzstudie, die durch die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) gefördert wurde, untermauerte die Idee, die im Frühjahr 2008 mit Gründung der Nahwärme Renquishausen GmbH in die Tat umgesetzt wurde. Durch die günstigen Hausanschlusskosten beträgt die Anschlussquote inzwischen weit über 70 Prozent. Zusammengerechnet ergibt sich in Renquishausen eine jährliche CO2-Einsparung von insgesamt 4.000 Tonnen. Die dezentrale und regenerative Stromerzeugung von insgesamt 6,2 Millionen Kilowattstunden steht einem jährlichen Stromverbrauch von rund 3,5 Millionen Kilowattstunden gegenüber.
Beschreibung
Schlagwörter
Zeitschrift
Die Gemeinde
Ausgabe
Nr. 10
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Seiten
S. 388-389