Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft. Theoretische Überlegungen, Empirische Fallbeispiele, Pädagogische Praxis.
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Innsbruck
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ZLB: Kws 97/5
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Abstract
Der Antisemitismus hat wieder Konjunktur und scheinbar überwunden geglaubte antisemitische Verschwörungstheorien drängen zurück in die politische Arena: die „Protokolle der Weisen von Zion“ als Erzählung vom „großen Austausch“, völkische Kapitalismuskritik in Form von Hetzkampagnen gegen George Soros oder sog. „Globalisten“. Rechte Agitatoren und Neonazis spüren in diesem Klima Aufwind und schreiten zur Tat. Auch linker Antisemitismus artikuliert sich zunehmend unverstellt und findet neue Bündnispartner – als hätte es eine diesbezügliche innerlinke Kritik niemals gegeben. Und der in Europa beheimatete islamistische Terrorismus hat Juden sowie jüdische Einrichtungen zu bevorzugten Zielen seiner Gewaltexzesse erkoren. Eine Herausforderung besteht zudem auch in dem weitverbreiteten Unvermögen den modernisierten und sich wandelnden Antisemitismus überhaupt als Antisemitismus zu erkennen. Die Beiträg nähern sich in diesem Sinne den Fragen und Problemstellungen des zeitgenössischen Antisemitismus aus unterschiedlichen Blickwinkeln.
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