Nach der Euphorie ist vor der Energiegenossenschaft 2.0.

Alternative Kommunalpolitik
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Alternative Kommunalpolitik

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DE

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Bielefeld

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0941-9225

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ZLB: Kws 740 ZB 6736
IRB: Z 1674
BBR: Z 555

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Abstract

Nach einer Befragung des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbands (DGRV) vom Frühjahr 2015 engagieren sich 130.000 Mitglieder, davon 120.000 Privatpersonen (92 Prozent) in Energiegenossenschaften, die eine dezentrale, konzernunabhängige und ökologische Energiewende zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort anstreben. Schon heute sind sie die größte Eigentümergruppe an der installierten Leistung in fast allen Sparten der Erneuerbaren Energien. Mehr als die Hälfte der in den letzten Jahren gegründeten Genossenschaften sind Betreiber von Photovoltaikanlagen, Nahwärmenetzen oder Bioenergiedörfern. Energiegenossenschaften, deren Schwerpunkt im Bereich der Photovoltaik (PV) liegen, sind in den letzten Jahren vor allem im ländlichen Raum entstanden. Hierbei handelt es sich in erster Linie um Erzeugergenossenschaften, mit Abstand gefolgt von Verbrauchergenossenschaften. Damit sich der positive Trend fortsetzt, fordern Genossenschaften langfristig sichere politische Rahmenbedingungen, die in dem Beitrag benannt werden. Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2014 und die reduzierte Einspeisevergütung im Photovoltaik-Bereich ist das Modell der Energiegenossenschaft wirtschaftlich schwieriger geworden und muss weiter ausdifferenziert werden. Perspektiven der Energiegenossenschaft liegen in der Nahwärmeversorgung oder im Betrieb von Windparks. Dazu müssen neue Geschäftsmodelle entwickelt werden. Eine Möglichkeit ist die Kooperation mit Stadtwerken. Beispiele hierfür sind Steinfurt, Wolfhagen, Solingen und Trier. Das bundesweite Netzwerk "Energiewende jetzt" sowie Landesnetzwerke zum Beispiel in Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen spielen mit ihrem Beratungsangebot eine zentrale Rolle bei einer weiteren Professionalisierung von Energiegenossenschaften.

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AKP. Fachzeitschrift für Alternative Kommunalpolitik

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Nr. 3

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S. 46-48

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