Klimapolitik und individuelle Entscheidungen. Eine theoretische und experimentelle Analyse von Fiskalillusion und Verdrängungseffekten bei der Bereitstellung öffentlicher Güter.

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Hamburg

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ZLB: Kws 262/349

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Abstract

In der experimentellen Ökonomik wird seit längerem untersucht, aus welchen Gründen und unter welchen institutionellen Arrangements Individuen bereit sind, freiwillig Beiträge zu einem öffentlichen Gut wie dem Klimaschutz zu leisten. Aus individueller Sicht wiegt die schwierige Anreizstruktur der öffentlichen Güter beim Klimaschutz besonders schwer. Vor diesem Hintergrund ist klar, dass eine dezentrale Lösung des Problems allein auf Basis freiwilliger Aktivitäten zum Scheitern verurteilt ist und staatliches Handeln erforderlich wird. Ausgehend von einer mikroökonomischen Modellierung des Bereitstellungsproblems wird ein eigenes experimentelles Setting entwickelt, welches eine Analyse der Probleme unter Kontrolle der exogenen Einflussfaktoren erlaubt. In den drei durchgeführten Forschungsexperimenten müssen die Teilnehmer Geld zwischen privaten Konsum und realer Vermeidung von CO2 aufteilen. In allen Experimenten ist keine vollständige Verdrängung der freiwilligen Beiträge zu beobachten. Eine wichtige Determinante der Bereitstellung stellt die Fiskalillusion dar. So werden die freiwilligen Beiträge bei einer indirekten Konsumsteuer deutlich weniger verdrängt als bei einer äquivalenten Einkommensteuer. Des Weiteren zeigt sich, dass die Präsentation und Persistenz einer Steuer verstärkende Wirkung auf die Intensität der Verdrängungseffekte hat.

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XVIII, 426 S.

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Volkswirtschaftliche Forschungsergebnisse; 196