Die Pflegefamilie: eine sichere Basis? - Über Bindungsbeziehungen in Pflegefamilien.

Schulz-Kirchner
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Schulz-Kirchner

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Bei der Unterbringung eines Kindes in eine Pflegefamilie handelt es sich neben der Fremdplatzierung in einem Heim um eine bedeutsame Maßnahme der Kinder- und Jugendhilfe, die dann ansteht, wenn das Kindeswohl in der Herkunftsfamilie nicht gesichert ist. Die betreffenden Kinder, welche in der Regel dort belastenden und verwirrenden Erfahrungen ausgesetzt waren, werden in der Pflegefamilie als einer Familie auf Zeit mit zusätzlichen Widersprüchlichkeiten konfrontiert, die diese Institution charakterisieren. Der vorliegende Beitrag beschreibt die konfliktuösen Beziehungen, die sich mit der Inpflegegabe eines Kindes neu etablieren, aus einer bindungstheoretischen Perspektive. Will die Pflegefamilie ihre protektive Funktion, die auch als Bindungssicherung definiert werden kann, erfüllen, sollten diese Widersprüchlichkeiten möglichst verringert werden. Die betrifft auch im Pflegekindwesen bestehenden konzeptionellen Kontroversen.

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S. 15-42

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